Samstag, 5. November 2016

Halloween: Resurrection (2002)

http://www.imdb.com/title/tt0220506/

Michael Myers (Brad Loree) befindet sich immer noch auf freiem Fuß, weil ein anderer Mann statt seiner getötet wurde. Zu Halloween gewinnt eine Gruppe von Teenagern eine Übernachtung in Myers Haus - ohne zu ahnen, wie blutig die Nacht werden wird. Zunächst ergötzt man sich am Konzept der Show, bei der die jungen Leute mitmachen. "Dangertainment" heißt das Konzept, das sich der findige TV-Produzent Freddie Harris (Busta Rhymes) erdacht hat. Die Jugendlichen haben Digicams auf den Köpfen und sollen im Geburtshaus des legendären Killers eine Nacht lang nach Myers Vergangenheit suchen. Das Ganze wird live im Internet übertragen und nimmt natürlich einen anderen Lauf als geplant, als sich der eigentliche Star der Veranstaltung höchstpersönlich die Ehre gibt...

Hilfe, was ist nur aus dem einst so unheimlich gruseligem Mann in Schwarz geworden, der, so schien es, hinter jeder Ecke lauern konnte und plötzlich langsam aus dem Schatten hervortrat und man nur diese gruselige weiße Gesicht sah? "The Shape", "Der Schatten", der Babysitter und Kinder in der Halloweennacht heimsuchte und diese unerbittlich und oft bis zum bitteren Ende jagte. Im achten Teil der "Halloween"-Reihe ist davon rein gar nichts mehr vorhanden und man hätte die Hauptfigur, eben jeden mysteriösen, unkaputtbaren und übermächtigen Michael Myers, durch jeden anderen beliebigen Schlitzer austauschen können. Nach "Halloween H20" hatte man ja dank der hervorragend übergeleiteten Story ja echte Hoffnungen, dass es hier mit frischem Wind weiter gehen würde, jedoch beschränkt sich Regisseur Rick Rosenthal eher auf eine Big-Brother-Show mit dümmlichen und jederzeit austauschbaren Charakteren, die sich dazu oft noch blöder verhalten als der Film selbst. Da wird eben nicht das Haus verlassen, nachdem da schon jemand zerhackt aufgefunden wird, obwohl man sicher tausende Male die Gelegenheit gehabt hätte. Das Setting ist total hohl und hat mit dem, was "Halloween" einst ausmachte, rein gar nichts mehr zu tun. Die Schauspieler sind selbst im Rahmen dieses Genres bemerkenswert unfähig, Busta Rhymes reizt den Fremdschamfaktor bis weit über den Anschlag aus. Die Kills sind dementsprechend öde, vorhersehbar, stimmungslos und damit egal. Selbst der erste, der immerhin Jamie Lee Curtis (als Überleitung zum Vorgänger) über die Klinge springen lässt. Myers wird zum Kasper, der sich von einem mehrfach angestochenen und doch nicht totzukriegenden Busta Rhymes einen dummen Spruch und einen Hieb nach dem anderen an die Rübe werfen lassen muss. Wäre da nicht die ab und zu auflodernde Spannung bei der Hatz im Haus und die nett anzusehenden Brüste von Daisy McCrackin - der Film wäre wohl komplett für die Tonne. Nicht mal Katee Sackhoff konnten die Macher im Vorspann richtig schrieben.

3/10

Im Zuge der "Halloween"-Reihe gibt es natürlich auch den fünften Teil von NSM in einem zur Reihe passenden Mediabook. Ungeprüft und damit auch ungeschnitten, versteht sich.