Samstag, 15. Oktober 2016

Knock Knock (2015)

http://www.imdb.com/title/tt3605418/

Evan (Keanu Reeves) führt das perfekte Leben. Der Architekt lebt mit seiner Frau Karen (Ignacia Allamand) und den gemeinsamen Kindern (Daniel Baily, Megan Baily) in einem wunderschönen Haus in Kalifornien. Am bevorstehenden Wochenende muss Evan auf seine Familie verzichten. Während die Lieben zum Strand aufbrechen, bleibt er zuhause, um an einem Gebäudeentwurf zu arbeiten. Abends wütet ein Sturm – und plötzlich klopft es. Zwei junge, attraktive Frauen stehen vor der Tür, sie bibbern vor Kälte. Auf dem Weg zu einer Party seien sie in der falschen Gegend abgesetzt und zu allem Überfluss vom Regen überrascht worden. Evan bittet Genesis (Lorenza Izzo) und Bel (Ana de Armas) rein, aber ahnt nicht, welche schrecklichen Konsequenzen seine Gastfreundschaft haben wird. Erst verführen ihn die Mädels, dann machen sie sein Leben zur Hölle...

Was "Knock Knock" erreichen will weiß er wohl selber nicht. Als Psychothriller ist er viel zu zahm und als sadistische Komödie ist er zu wenig spaßig. So oder so ist dieser Film niemals so böse, wie er gerne sein möchte oder sogar vorgibt zu sein. Die Story selbst hat dabei inihrer Gradlinigkeit noch ein paar gute Ideen, doch es mangelt an einer konsequenten Richtung und eine finale Message hinterlässt das Werk auch nicht. Das muss zwar nicht so sein, doch fühlt es sich hier immer so an, als solle da noch mehr hinter stecken, was aber nie wirklich klar ist. Zumindest wird der Film gut gespielt und Keanu Reeves sieht man gerne zu. Handwerklich ist das alles sehr durchschnittlich gemacht ohne größere Überraschungen oder gar Inovation und der Unterhaltungswert ist immerhin passabel. Von daher kein wirklich schlechter Film, aber einer, den man nicht unbedingt gesehen haben muss. "Knock Knock" erinnert von seiner Geschichte her an "Hard Candy", doch letztgenannter ist um Längen besser.

5/10