Montag, 29. August 2016

A Nightmare On Elm Street: The Dream Child - Nightmare on Elm Street 5: Das Trauma (Unrated) (1989)

http://www.imdb.com/title/tt0097981/

Freddy will sein blutiges Werk fortsetzen und benutzt deswegen Alice' (Lisa Wilcox) ungeborenes Kind, um wiederaufzuerstehen und neue Opfer zu finden. Alice ist nun mit Dan Jordan (Danny Hassel) zusammen und will sich ihr neues Leben nicht wieder kaputtmachen lassen. Im Traum trifft sie Krueger und Jacob (Whit Hertford), ihren Sohn im Alter eines Kindes. Der Killer mit den Krallen setzt alles daran, Jacob für sich zu gewinnen. Dabei stellt sich heraus, wie Freddy einst entstand: Der Geist von Amanda Krueger (Beatrice Boepple) kehrt zurück und offenbart, dass sie, als sie als Nonne in einer Psychatrie gearbeitet hat, eines Tages von vielen Verrückten mehrmals vergewaltigt wurde. Das Kind, das sie infolgedessen zur Welt brachte, war Freddy...

"The Dream Child" ist ziemlich schwer zu bewerten, obwohl er als direkter Nachfolger von "The Dream Master" direkt an diesen anknüpft und dessen Story weiterspinnen möchte. Neben der starken Anfangssequenz, die direkt mit einem Alptraum startet, sind ansonsten aber erstaunlich wenig Innovationen dabei. Das muss eigentlich auch nicht sein, sofern es gelingt, wieder qualitativ an den ersten Teil anzuknüpfen und die Story authentisch weiter zu erzählen. Doch genau da bröckelt der Film auseinander. Man hatte einen perfekten Einstieg und hätte aus der Geschichte um Freddys Geburt/Zeugung so viel mehr machen können. Leider wird diese Thematik aber in den Hintergrund geschoben und der Zuschauer muss sich mit der etwas altbackenen Alice/Kind-Geschichte begnügen. Hier wird die Geschichte auch etwas dünnhäutig und weiß nie so richtig was sie im Grunde erzählen will.

Allerdings sind die Effekte wieder sehr nett anzuschauen. Es gibt in diesem Teil eher wenige Splattereinlagen, aber zwei der etwas blutigeren und effektvolleren Kills sind nur in der Unrated-Fassung in voller Länge zu "genießen". Vor allem der Tod von Dan auf dem Motorrad wurde in fast jeder Einstellung zensiert. Ansonsten sind die Ideen leider nicht mehr so kreativ wie in den Teilen davor, handwerklich aber immer noch sehr gut gemacht. Leider mangelt es an der Hauptfigur. Freddy (Robert Englund) ist längst nicht mehr so wahnsinnig und böse, obgleich er seine makaberen Spielchen in diesem Teil beinahe noch übler treibt. Aber eben auf sarkastischere Art, was allem Horror die Würze nimmt. Das man somit keine richtigen Grusel-Schocks mehr bekommt ist daher etwas schade. Immerhin ist Teil 5 dann aber gerade noch unterhaltsam und am Ende bekommt man als Belohnung fürs Durchhalten doch noch einmal guten, handgemachten Bodyhorror zu sehen.

Obwohl die Story also etwas mehr als nur humpelt und teilweise sogar uninteressant ist, kann man also mit Teil 5 der Reihe durchaus seinen Spaß haben. Aber man bemerkt langsam wirklich Abnutzungserscheinungen.

5,5/10