Sonntag, 3. Juli 2016

The Loft (2014)

http://www.imdb.com/title/tt1850397/

Die fünf verheirateten Männer Chris (James Marsden), Luke (Wentworth Miller), Vincent (Karl Urban), Filip (Matthias Schoenaerts) und Marty (Eric Stonestreet) teilen neben ihrer Freundschaft noch etwas anderes: Gemeinsam haben sie sich ein luxuriöses Loft gemietet, das sie für Schäferstündchen mit ihren jeweiligen Geliebten nutzen, natürlich ohne das Wissen ihrer Ehefrauen. Es gibt nur fünf Schlüssel für das Apartment, verteilt auf die Männer, ansonsten hat niemand eine Ahnung von dem geheimen Treffpunkt. Eines Tages liegt die nackte Leiche einer unbekannten Frau in der Wohnung, offenbar als Ergebnis eines bestialischen Mordes. Jeder der Freunde schwört, dass er nichts damit zu tun hat. Doch nach und nach kommt es unter den Fünf zu gegenseitigen Verdächtigungen, den Mord begangen zu haben. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt...

"The Loft" ist erneut ein Remake eines europäischen Films, was insofern nichts Neues mehr ist. Schon zu oft wurde ein Remake gefahren, anstatt das (in diesem Fall belgische) Original dem amerikanischen Publikum schmackhaft zu machen. Bei manchen Filmen ergibt es durchaus Sinn, da durch ein größeres Budget schlicht mehr möglich ist. Leider reichen diese Remakes fast nie an das Orginal heran und von "übertreffen" will man nur in den allerseltesten Fällen reden. Immerhin wurde mit Erik Van Looy der gleiche Regisseur engagiert.

"The Loft" fängt sehr spannend an, man befindet sich ohne jegliche Einleitung direkt im Geschehen und während man den Film interessiert beginnt zu berachten und zu analysieren fällt einem auf, dass Van Looy doch ein schnittiger kleiner Thriller gelungen ist, der das Genre zwar nicht neu erfindet, in seiner mondän-polierten Hochglanzoptik auch mehr als einmal Gefahr läuft, steril zu wirken, mit seinem Ensemble aus charismatischen Darstellern - allen voran Karl Urban und James Marsden - aber auch genau die richtige Wahl getroffen hat, denn charakterlich taugt wohl keiner der chauvinistischen Machos als Identifikationsfigur. Darüber hinaus bietet der Streifen einen Twist und einen Twist und einen Twist und einen Twist und... damit wäre wohl genug gesagt. Der Film versucht so angestrengend raffiniert zu sein und dabei gelingt ihm dies leider nur bedingt. Die Geschichte endet zumindest sinnvoll, ohne dabei die versprochen Spannung zu zerstören und damit die Freude am Film zu nehmen. Für Freunde eines spannenden Thrillers ist man hier genau richtig, denn die Wendungen und die Tiefen des menschlichen Charakters die hier ergründet werden, sind sehr unterhaltend. Kameraarbeit und Soundtrack fallen ebenso positiv ins Auge und Ohr.

6,5/10