Freitag, 22. Juli 2016

Paura Nella Città Dei Morti Viventi - City Of The Living Dead - Ein Zombie hing am Glockenseil (1980)

http://www.imdb.com/title/tt0081318/

In dem kleinen Städtchen Dunwich gehen merkwürdige Dinge vor, nachdem ein Pfarrer auf dem örtlichen Friedhof Selbstmord begangen hat: Mary (Catriona MacColl), in Medium, das während einer spirituellen Sitzung den Tot des Mannes beobachtet hatte, stirbt – nur um kurze Zeit später wieder lebendig von Peter Bell (Christopher George), einem Reporter, gefunden zu werden. Die Leiterin des Zirkels vermutet hinter den Ereignissen die Erfüllung einer uralten Prophezeiung. Und sie scheint Recht zu behalten, denn es sterben bald weitere Menschen… Emely (Antonella Interlenghi), die ihren Freund Bob (Giovanni Lombardo Radice) in Dunwich besucht, wird von dem toten Priester getötet und versucht kurze Zeit später, auch ihren kleinen Bruder Johnny (Luca Venantini) zu sich zu holen. Der kann jedoch entkommen und berichtet entsetzt seinen Eltern von den Geschehnissen. Währenddessen stellen Peter und die (wieder lebendige) Mary Nachforschungen an und erfahren von einem Priester, dass Dunwich auf den Trümmern der alten Hexenstadt Salem erbaut wurde...

"Ein Zombie hing am Glockenseil" ist ein klassischer Zombiefilm aus dem Jahr 1980 von Lucio Fulci, der unter Fans zum Kultfilm avancierte. Bereits in den ersten Minuten fällt auf, warum dieser Streifen ebenjenen Status verdient hat, denn von Anfang an baut er eine recht bedrohlich wirkende Atmosphäre auf. Diese wird vor allem durch die tollen Settings, das klasse Ambiente und dem tollen Soundtrackam Leben gehalten. Anfangs benötigt der Film eine kleine Weile bis er so richtig in Fahrt kommt, lange passiert nichts und das ist bei einer Lauflänge von knapp 93 Minuten eigentlich recht selten, denn dafür legt Regisseur Fulci ein sehr langsames Erzähltempo an den Tag, was gar nicht mal so unbedingt zu einem typischen Zombiefilm passt. Die Zombies wirken recht trashig und werden so auch in Szene gesetzt. Leider gibt es davon viel zu wenige, denn genau das sind die eigentlich kreativsten Szenen. Selbiges gilt auch für die Hintergrundstory, denn diese ist nur rudimentär für das pure Chaos, verursacht durch die Zombies, vorhanden. Die Charaktere werden - vermutlich aufgrund des langsamen Tempos zu wenig beleuchtet, so dass man mit den Protagonisten nur wenig mitfiebert. Oft ist es einem nahezu egal, was letztendlich mit ihnen passiert.

Das klingt nun alles sehr lahm, punkten kann "Ein Zombie hing am Glockenseil" jedoch durch sein nostalgisches Ambiente, seine genialen handgemachten Effekte und überhaupt mit seiner gruseligen Atmosphäre. Die Settings sehen toll aus und alles wirkt so schön nach 80ern. Am Ende bleibt ein Horrorfilm, der aus heutiger Sicht wahrscheinlich eher als Trashfilm zu betrachten ist, der sowohl vom Look als auch vom Handwerk her genau in diese Zeit passt und bei dem man schnell nachvollziehen kann, warum er zum Kultfilm nuancierte, auch wenn er diese heftige Wirkung heute kaum noch ausübt. Unterm Strich betrachtet handelt es sich bei "Ein Zombie hing am Glockenseil" in meinen Augen um einen soliden Zombiefilm, der seinen Fokus etwas abseits legt und ein paar Schwächen im Erzähltempo hat, aber ansonsten toll anzusehen ist und auch davon abgesehen durchweg unterhaltsam bleibt.

6,5/10

Von XT Video gibt es den Film in unzähligen Varianten im Mediabook. Hier Variante D, mit einer Blu-ray, die den Film ebenso restauriert und in HD enthält.