Dienstag, 12. Juli 2016

Boomerang (1992)

http://www.imdb.com/title/tt0103859/

Marcus Graham (Eddie Murphy) ist ein erfolgreicher Werbefachmann und wirkt auf das weibliche Geschlecht ungemein anziehend. Er nutzt seine Wirkung auf Frauen schamlos aus und stürzt sich in eine Affäre nach der nächsten. Als eines Tages jedoch die attraktive Edelemanze Jacqueline Broyer (Robin Givens) seine neue Vorgesetzte wird und sich Marcus in sie verliebt, muss er sich zum ersten Mal richtig ins Zeug legen, um die Powerfrau von sich zu überzeugen. Denn auch für Jacqueline scheinen Männer nur austauschbares Vergnügen zu sein. Darunter leidet nicht nur sein Ego, sondern auch seine Arbeit für die Firma. Wenn Marcus so weitermacht, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis er seinen Job verliert. Außerdem gibt es auch noch Angela (Halle Berry), die in Marcus verliebt ist. Das bemerkt der Frauenheld aber gar nicht, da er in blinder Lust auf Jacqueline hereinfällt.

Eine praktisch plotfreie Aneinanderreihung von sexuell getriebenen Gags rund um einen so eitlen wie charismatischen Eddie Murphy, welcher auch für die Story verantwortlich zeichnet. Im Grunde sagt das schon alles. Daraus haben die beiden Drehbuchautoren Barry W. Blaustein und David Sheffield nicht gerade das originellste Skript der Welt gezaubert und auch Regisseur Reginald Hudlin weiß keine neuen Facetten in diese Liebes-/Beziehungs-/Sex-/Dramödie hinzuzufügen. Und doch ist das Gesamtergebnis nicht wirklich schlecht. Mit dem einen doer anderen gut platzierten Gag hier, halbwegs witzigen Dialogen dort und urkomischen Begebenheiten als Topping schafft es der Streifen immerhin den Zuschauer über die gesamte Spieldauer bei Laune zu halten. Und doch bleibt einem am Ende nicht etwa Hauptdarsteller Eddie Murphy im Gedächtnis, sondern Disco-Queen Grace Jones, die einen glaubhaften und urkomischen Auftritt hinlegt. Auch wenn die Performance auf eine ganz eigene Art etwas Verstörendes an sich hat, lustig ist diese dann doch. Auch Halle Berry weiß ihn ihrer sympathischen Rolle zu glänzen. Der Film schmiert erst gegen Ende schwer ab, wenn er vom Zuschauer plötzlich verlangt, seine Figuren ernst zu nehmen. Immerhin bietet er vorher eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Lachern.

6,5/10