Samstag, 7. Mai 2016

The Taking Of Pelham 1 2 3 - Die Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3 (2009)

http://www.imdb.com/title/tt1111422/

In New York herrscht Ausnahmezustand: Dem Gangsterboss Ryder (John Travolta) ist es gelungen, mithilfe seiner schwer bewaffneten Gang (darunter: Luiz Guzman und Victor Gojcaj) die U-Bahn "Pelham 1 2 3" zu entführen. Er verlangt zehn Millionen Dollar Lösegeld, das ihm innerhalb einer Stunde überbracht werden soll, andernfalls würde er jede Minute eine der 19 Geiseln im Zug umzubringen. Über den zuständigen Fahrdienstleiter der New Yorker U-Bahn (MTA), Walter Garber (Denzel Washington), steht Ryder in Kontakt mit den Behörden. Das FBI schickt den Geiselunterhändler Lieutenant Camonetti (John Turturro), um die Leitung der Verhandlungen zu übernehmen. Doch Ryder gefällt der Kurswechsel überhaupt nicht...

Das Remake des Klassikers "Stoppt die Todesfahrt von U-Bahn 123" ist deutlich rasanter geraten als das Original von 1974. Während in jenem recht viel Zeit vergeht bis die eigentliche Handlung in Gang kommt, beginnt die titelgebende U-Bahn Entführung beim Remake schon während noch der Vorspann läuft und läutet so einen recht ordentlichen Action-Thriller ein.

Dies macht auch bereits deutlich, dass man es hier mit einem typischen Tony Scott Film zu tun hat: mit jeder Menge Action, ultraharten Schnitten und einer MTV Videoclipästhetik. Die Leistungen der Schauspieler sind allesamt top, vor allem aber John Travolta überzeugt als cholerischer Oberfiesling Ryder, auch hat die passende Optik für diese Rolle. Während Denzel Washington als sein Gegenpart zwar etwas passiv bleibt und erst gegen Ende die Zügel in die Hand bekommt - was aber sicher auch seiner Rolle geschuldet ist - macht er seine Rolle als Walter Garber recht ordentlich und vor allem glaubwürdig. Selbst satirische Spitzen auf die Politik, die sich in dem von James Gandolfini verkörperten Bürgermeister New Yorks zeigen, sind äusserst gelungen.


Wie so viele Action-Thrillr vor ihm hat natürlich auch "The Taking Of Pelham 1 2 3" eine ganze Menge Logikfehler und das die Zentrale der New Yorker U-Bahn aussieht wie die Brücke eines futuristischen Raumschiffs... hm. Geschenkt. Der Film ist über den gesamten Verlauf spannend, kann mit einigen gut platzierten Actioneinlagen, beispielsweise den Transport des Lösegelds durch New York, aufwarten, überzeugt in der Handlung und er versteht es den Betrachter zu fesseln. Tony Scott hat dieses Remake hervorragend umgesetzt und man kann es demzufolge als wirklich gelungen bezeichnen. Lediglich das Ende des Films ist schlecht gewählt, da es der Handlung eigentlich jeglichen Sinn nimmt. Aber gut.

7/10