Sonntag, 22. Mai 2016

National Treasure: Book Of Secrets - Das Vermächtnis des geheimen Buches (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0465234/

Beruflich hat Schatzjäger Benjamin Franklin Gates (Nicolas Cage) keinen Grund zum Klagen. Er ist ein berühmter Mann, nachdem er zusammen mit Kumpel Riley Poole (Justin Bartha), Vater Patrick (Jon Voight) und Freundin Abigail Chase (Diane Kruger) den legendären Schatz der Freimaurer und Tempelritter entdeckte. Das private Glück zwischen Gates jr. und Chase jedoch ist vorbei. Die beiden leben frisch getrennt, werden aber dennoch durch einen neuen Fall wieder vereint. Der dubiose Geschäftsmann Mitch Wilkinson (Ed Harris) behauptet, dass Gates' Ur-Ur-Großvater zu den Verschwörern gehörte, die am 14. April 1865 US-Präsident Abraham Lincoln (Glenn Beck) ermordeten. Im Tagebuch des Attentäters John Wilkes Booth (Christian Camargo) sollen sich Hinweise verbergen, die die Hintergründe aufklären. Allerdings fehlen diesem historischen Dokument die 18 wichtigsten Seiten. Gates und sein Gefolge reisen um den halben Erdball, um das Rätsel zu lösen. Aber nicht nur, dass ihnen Wilkinsons Schergen im Genick sitzen, auch das FBI interessiert sich für Gates. Kein Wunder, hat er doch den amtierenden Präsidenten der USA (Bruce Greenwood) zur Deutung eines Hinweises vorübergehend entführt...

Wie bereits der Vorgänger ist auch "Das Vermächtnis des geheimen Buches" ein recht guter Abenteuerfilm. Die Optik des Films ist erneut richtig gut und auch die Inszenierung gewaltig, die Orte zahlreich und passend gewählt. Darüber hinaus ist der Cast des ersten Teils wieder an Bord, was für einen gewissen Wiedererkennungswert sorgt und wohlige Gefühle vermittelt. Justin Bartha, Diane Kruger und Nicolas Cage harmonieren gut zusammen, wobei vor allem Letzterer hier etwas heraussticht. Sicherlich ist es bei Nicolas Cage so eine Sache und entweder man mag seine eigene Art oder eben nicht. Auch die - vergleichsweise - wenigen Actionszenen sind gut aufgemacht, wenngleich etwas zu sehr recycled.

Jedoch gibt es ein großes Manko im Storytelling: man weiß von Beginn an, wer Präsident Lincoln ermordet hat, weswegen die Spannung danach, was das Attentat angeht, schlicht und ergreifend raus ist und man merkt bald, dass der Film sich selbst ganz schön konstruiert und sehr zwischen hanebüchenem Zusammenhängen/Bauten und historischen Begebenheiten hin und herdriftet - und das noch nicht einmal geschickt. Immerhin bringt dies eine ganze Menge Humor mit sich und beim Abenteuer-Genre drückt man vielleicht auch gern ein Auge zu. Alles in allem ist aber "Das Vermächtnis des geheimen Buches" ein kurzweiliger Film, der einen seicht unterhalten kann

6,5/10