Montag, 2. Mai 2016

Halloween 4: The Return Of Michael Myers - Halloween 4: Michael Myers kehrt zurück (1988)

http://www.imdb.com/title/tt0095271/

Michael Myers (George P. Wilbur) ist zurück! Nachdem er in "Halloween III" keinen Auftritt hatte, knüpft Nr. IV wieder an die Geschichte von "Halloween II" an. Dem stoischen Mörder mit der weißen Maske gelingt die blutige Flucht aus seiner Klinik in Richmond. Dr. Loomis (Donald Pleasence) weiß sofort, was Sache ist, als er von dem Unfall des Krankentransports hört. Doch es dauert eine Weile, bis ihm die Polizei von Haddonfield glaubt - dem Heimatort von Michael, zu dem er nun zurückkehrt. Er mordet, was ihm vor das Messer läuft. Seine Nichte Jamie (Danielle Harris) und ihre Stiefschwester Rachel (Ellie Cornell) können gerade noch von Dr. Loomis gerettet werden. Sie fliehen in Begleitung von vier Männern aus der Stadt, werden aber vom diabolischen Killer verfolgt. Es vergeht nicht viel Zeit, dann gibt es vier weitere Leichen...

Mit "Halloween 4: The Return Of Michael Myers" kehrte die Slasher-Reihe zu ihren Wurzeln zurück und ließ den Mörder mit der weißen Maske, Michael Myers, erneut in seiner Heimatstadt Haddonfield toben. Das war nach dem etwas enttäuschenden dritten Teil auch bitter nötig, diese Reihe wäre sonst vielleicht sogar gestorben. Der Film beginnt damit, dass Michael aus einem Hochsicherheitstrakt für psychisch geschädigte Menschen in eine normale Klinik verlegt werden soll. Natürlich verläuft eben dieser Transport nicht wie geplant. Michael tötet sämtliche Insassen des Transportkrankenwagens und ergreift schließlich die Flucht. Nicht jedoch, ohne zuvor noch zu erfahren, dass die aus den ersten beiden Teilen bekannte und inzwischen verstorbene Laurie Strode eine Tochter hinterlassen hat. Die inwischen 9-jährige Jamie Lloyd. Michaels Nichte und seine einzige noch lebende Verwandte, welche im uns ebenfalls noch gut bekannten Haddonfield lebt.

Ja, diese Anfangsszene wirkt schon stark konstruiert. Man merkt, dass die Macher wohl händeringend nach einer Möglichkeit suchten, die ja eigentlich abgeschlossene Geschichte um Michael Myers irgendwie fortzuführen. Und ebendies merkt man dem Film auch in seiner Gesamtheit an. Während in "Halloween" und in Ansätzen auch noch in "Halloween II" noch Laurie die Hauptrolle einnahm, liegt im vierten Ableger der Fokus eindeutig auf dem Monster Myers. Er ist zu fast jeder Zeit irgendwie präsent und man rechnet jeden Moment damit, dass die fiese weiße Maske einem plötzlich von irgendwo aus der Dunkelheit heraus entgegenstarrt. So schafft der Film es, eine gewisse Grundbedrohlichkeit zu erschaffen, diese erreicht aber nie die Dichte des Erstlings. Dadurch, dass Michael jetzt viel häufiger in Erscheinung tritt ist viel Subtext verloren gegangen. "The Shape" ist hier kein wirklich treffender Name mehr, denn Michael tritt hier eben nicht als schemenhafte Gestalt auf, sondern ist ganz im Gegenteil überaus präsent.

Mit Sicherheit kann man "Halloween 4" als einen der früheren Fälle von Franchise-Ausschlachtung bezeichnen.
Alles ist ein wenig cineastischer, etwas durchkalkulierter und so auch mehr zugeschnitten aufs zahlende Publikum. Das klingt jetzt aber vermutlich drastischer als es gemeint ist. Denn trotz der eben aufgezählten Punkte merkt man dem Film auch an, dass immer noch Fans des Originals dahinter steckten, die versucht haben den Geist der ersten Filme irgendwo einzufangen und das auch zu einem guten Grad geschafft haben. Der Film ist auch mutig genug, um auf Stimmung zu setzen und mit wenigen (richtig) blutigen Szenen auszukommen. Und wenn man Kind der 80er/90er ist und da noch der gewisse Nostalgiefaktor mitschwingt dann kommt man nicht umhin, diesen Film auch ein wenig zu mögen.

6/10

Im Zuge der "Halloween"-Reihe gibt es natürlich auch den vierten Teil von NSM in einem zur Reihe passenden Mediabook. Ungeprüft und damit auch ungeschnitten, versteht sich.