Sonntag, 15. Mai 2016

Deep Rising - Octalus: Der Tod aus der Tiefe (1998)

http://www.imdb.com/title/tt0118956/

Finnegan (Treat Williams) und die Crew seines kleinen Schiffes verdingen sich als Söldner. Von einer Bande zwielichtiger Ganoven werden sie angeheuert (oder vielmehr gezwungen), die Fähre zu dem riesigen Luxusliner "Argonautica" zu spielen. Auf offener See wollen die Juwelendiebe die "Argonautica" entern und große Beute machen. Doch als das Kreuzfahrtschiff erreicht wird, bietet sich ein Bild des Grauens. Statt reicher Passagiere in Partylaune finden Finnegan und die Gangster nur Blutspuren, verwüstete Räume und leere Korridore vor. Nach und nach stellt sich heraus, was die Ursache für die Zerstörung ist: Ein riesiges, krakenarmiges Seeungeheuer hält die "Argonautica" fest und hat die meisten Menschen an Bord verspeist. Nur wenige Überlebende sind noch an Bord, darunter der Schiffseigner Simon Canton (Anthony Heald) und die Trickdiebin Trillian St. James (Famke Janssen). Während sich Finnegan und Co. zum Kampf stellen, dezimiert das Monster weiter die Besatzung, mit zentnerschweren Tentakeln und tödlicher Säure...

Bevor Stephen Sommers seine "Mumien"-Trilogie begann, trat er mit "Deep Rising" noch einen herrlichen Monster-Actioner vom Stapel. Zwar lässt der deutsche Titel auf einen recht blödsinnigen B-Movie fürchten, zum Glück ist dem nicht so. "Deep Rising" punktet durch flockige Sprüche, coole Effekte, satte Action und ein fetziges Filmmonster, welches die Crew rund um Treat Williams das Fürchten lehrt. Überhaupt kann sich der Cast des Gruselmonsterfilms sehen lassen, denn mit Famke Janssen, Djimon Hounsou, Anthony Heald, Wes Studi oder Kevin J. O'Connor sind einige bekannte Gesichter an Bord, auch wenn dem einen oder anderen gerade die letztgenannten Namen selbst vielleicht unbekannt sein könnten.

Was hebt "Deep Rising" aber nun vom altbekannten Monsterhorror ab? Es ist einfach die Art des Films, die Kameraführung, überhaupt das ganze Drumherum. Natürlich geht der Film den sicheren Weg der Inszenierung und nach dem "10 kleine Negerlein"-Prinzip vor und scheut sich auch nicht aus einigen der großen Filmen zu kopieren - unter anderem dem ein Jahr zuvor erschienenen "Alien: Resurrection". Aber der Film baut auch eine hohe Spannung auf und führt den Zuschauer mit einigen recht blutigen Szenen und durchdachten Special Effects bis zum fetzigen (und erwarteten) Showdown. Auch wird der Film nie langweilig oder im Verlauf gar langatmig. Immer unter Strom, mit einem coolen Soundtrack, dem Antihelden und einen genialen Running Gag ist "Deep Rising" defintiv einer der besseren Vertreter des Genres.

7,5/10