Freitag, 1. April 2016

The Legend Of Zorro - Die Legende des Zorro (2005)

http://www.imdb.com/title/tt0386140/

Das von Mexiko kontrollierte Kalifornien steht mittlerweile unter dem Befehl des US-Militärs. Es stehen Wahlen bevor, bei denen entschieden wird, ob Kalifornien zu den Vereinigten Staaten gehören soll. Vor acht Jahren hat Zorro (Antonio Banderas) im Kampf gegen den ruchlosen Gouverneur Montero gezeigt, wo der Säbel hängt. Die letzten Jahre lebte er zurückgezogen und unerkannt mit seiner Frau Elena (Catherine Zeta-Jones) und dem gemeinsamen Sohn Joaquin (Adrian Alonso) in San Francisco. Doch so ganz kann er seine Alter Ego nicht ablegen. Als der Bandit Jacob McGivens (Nick Chinlund) eine Urne mit Stimmzetteln stehlen will, wird er von dem maskierte Zorro daran gehindert. Jedoch verliert er dabei seine Maske und wird von Harrigan (Michael Emerson) und Pike (Shuler Hensley) erkannt, die am nächsten Tag seiner Frau einen Besuch abstatten. Zorro muss seine Maske wohl noch einige Male überstreifen.

Nach dem großartigen Vorgänger "Die Maske des Zorro" ist seine Fortsetzung "Die Legende des Zorro" eher enttäuschend. Oft wirkt der Streifen nur kopiert, um dieselbe Story, leicht abgewandelt, noch einmal in die Kinos zu bringen. Und obwohl sich der Streifen actionreich und sogar stilecht gibt, so fehlt doch Etwas, was der Vorgänger noch hatte und Anthony Hopkins dort predigte: Charme. Selbst das Spiel zwischen Antonio Banderas und Catherine Zeta-Jones ist nicht mehr so beschwingt wie zuvor. Beide wirken, als müssten sie auf der Bühne schnell etwas herunterspielen und auch der spitzbübische Filmsohn (Adrian Alonso) ist irgendwann eher nervig als belustigend. Es ist kaum nötig, in einer Mantel-und-Degen-Geschichte Kinder unterzubringen, noch ist es Bedingung, diesen auch noch die mühevoll gelernten Fähigkeiten des Vaters anzudichten, damit sofort auch der Letzte bemerkt: "Aha, das ist Zorros Sohn!". Man hätte das Drehbuch besser überarbeitet und tiefgründiger gestaltet, als sich darauf zu verlassen, dass ein guter Film und namhafte Schauspieler schon die halbe Miete sind. Nach dem Schema "Größer, Schneller, Weiter" erklimmt das Drehbuch inhaltliche Ausmaße ohne einen wirklichen Grund dafür liefern zu können und strotz dabei voller Logiklöcher und Plotholes. Nebst Ironie und Witz kann die Action die bisweilen recht spannungsarme Geschichte um Zorro notdürftig über Wasser halten. Immerhin unterhält der Film, wenngleich man auch nicht allzu viel erwarten darf.

5,5/10