Freitag, 1. April 2016

Collateral (2004)

http://www.imdb.com/title/tt0369339/

Max (Jamie Foxx) ist seit zwölf Jahren Taxifahrer, sein großer Traum ist aber die Eröffnung seines eigenen Limousinenservice. Eines nachts steigt der vermeintliche Geschäftsmann Vincent (Tom Cruise) in sein Taxi ein und bietet ihm 600 Dollar, wenn er ihn in der Nacht zu fünf Terminen chauffiert. Schnell entpuppt sich der lukrative Deal für Max als Albtraum. Vincents erster "Verhandlungspartner" fliegt durch ein Fenster aus dem oberen Stockwerk eines Wohnhauses und landet direkt auf Max' Taxi. Vincent, der als Auftragskiller Zeugen eines Gerichtsprozesses beseitigen soll, zwingt Max dazu, ihn zu seinem nächsten Opfer zu bringen. Die Spuren des Mordes rufen die Polizisten Fanning (Mark Ruffalo) und Weidner (Peter Berg) auf den Plan, während Vincent seine Auftragsliste weiter abarbeitet...

"Someday my dream will come. One night you'll wake up and you'll discover it never happened. It's all turned around on you and it never will. Suddenly you are old, didn't happened and it never will, 'cause you were never going to do it anyway."

"Collateral" ist ein klasse Thriller. Spannungsgeladen, mit Action angereichert, aber auch durchaus einer ruhigen, berührenden Atmosphäre innehabend. Nun ist er mit Tom Cruise und Jamie Foxx in den Hauptrollen, sowie Mark Ruffalo und Zoe Sladana in den Nebenrollen auch noch stark besetzt. Michael Manns Film ist ein pulsierender L.A.-Thriller und brettert durch die Nacht, vorbei an den flackernden Lichtern der Stadt, die niemals schläft. Ein Auftragskiller entführt ein Taxi mitsamt Fahrer, um ihn für seine fünf Aufträge in der Nacht herumzukutschieren. Beide schlittern ins Unheil, erfahren ungeahnte Komplikationen und immer wieder schwebt im Hintergrund, dass der Taxi Fahrer Max ja eigentlich nur eine Geisel des Killers Vincent ist.

Vielmehr wartet man noch auf eine Auflösung am Ende, einen tollen Twist, der alles zusammenhängen lässt. Dann kommt der auch schon, inhaltlich etwas, mit dem man hätte rechnen können, es aber nicht tat, weil man es schlicht weg verdrängte. Hier wird schnell geschnitten und schnell geschossen, die Action ist sehr gut inszeniert und es wird allerlei Spannung aufgebaut. Man fiebert zumindest mit Max mit, hofft vielleicht, dass er sich aus der Lage befreien kann, ist für einen Moment geschockt, rappelt sich dann aber wieder auf und beobachtet gespannt das große Finale. Hier wird natürlich auch wieder geschickt der Bogen geschlagen vom Anfang, als sich Max und Vincent unterhalten über die Menschen, die Gesellschaft, was denn mit all dem los sei, wenn ein Mann in der U-Bahn gefunden wird, tot, obwohl tausende Leute während etlicher Fahrten neben ihm gesessen hatten. Und hier schließt dann auch Manns Parabel, wohl wissend, dass der Zuschauer mit weit aufgerissenem Mund vor dem Bildschirm hockt.

8/10