Samstag, 26. März 2016

The Hunger Games: Catching Fire - Die Tribute von Panem: Catching Fire (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1951264/

Zusammen mit ihrem Freund Peeta (Josh Hutcherson) hat die 17-jährige Katniss (Jennifer Lawrence) es geschafft, die gefährlichen Hungerspiele zu überleben. Der Lohn: Ein eigenes Haus in ihrem Heimatdistrikt 12 und eine gute Lebensmittelversorgung für sie und ihre Familie. Die grausame Regierung unter Präsident Snow (Donald Sutherland) in der Hauptstadt, dem Kapitol, zwingt die beiden Gewinner jedoch, für Propagandazwecke zu posieren und weiterhin so zu tun, als wären sie ein Liebespaar. Während Peeta und Katniss durch die Distrikte touren müssen, werden sie Zeugen brutaler Gewalt der Ordnungskräfte gegen die Bevölkerung, sehen aber auch Anzeichen für eine nahende Rebellion. Für die Aufständischen ist Katniss eine Symbolfigur, daher beschließt Präsident Snow, die unbequeme Meisterjägerin bei den folgenden Hungerspielen entgegen der Tradition erneut teilnehmen zu lassen. Nun müssen sich Katniss und Peeta erneut dem Kampf ums Überleben stellen und auch in der Arena erwarten sie eine Menge Überraschungen.

Ganz offensichtlich hat man aus den "Hunger Games" gelernt, denn "Catching Fire" wirkt einfach anders, erwachsener und spektakulärer als sein Vorgänger. Längen, welche es im ersten Teil noch hier und da gab, sucht man hier vergebens. Und der Geschichte tut dies wirklich gut. Sie ist spannend, fordernd und gleichzeitig interessant, obwohl man erwarten würde hier nur einen etwas überbordernden Aufguss der "Hunger Games" zu bekommen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Lage spitzt sich merklich zu. Nicht nur hinter den Kulissen. Die Distrikte stehen kurz vor der Auflehnung gegen die Obrigkeit. Es knistert während der gesamten Anfangsphase. Das Kapitol, natürlich besorgt um die eigene Vormachtstellung, geht mehr denn je mit Gewalt gegen die Bürger der einzelnen Distrikte an. Aber auch das zeigt nicht die gehoffte Wirkung. So muss ein Plan geschmiedet werden, Katniss und Peeta, die Gewinner der letzten Hungerspiele und nunmehr sowas wie ein Symbol für Hoffnung und Galionsfiguren der aufkeimenden Revolution, zu diskreditieren, und zwar ohne dass sie zu Märtyrern verkommen.

Die zunehmende Gesellschaftskritik in der ersten Hälfte des Films ist erfrischend anders und zudem sehr gut umgesetzt, die zweite Hälfte des Films ist dann wieder actiongeladen, blieb ansonsten aber ein klein wenig hinter dem Spektakel des ersten Teils zurück, auch wenn es etwas pompöser und optisch ansprechender ist. Vermutlich, weil man sowieso schon weiß, wie das Ganze laufen wird, auch wenn sich die Macher alle Mühe gaben die ein oder andere Wendung einzubauen. Jennifer Lawrence überzeugt erneut mit ihrer üblichen, grandiosen Art, Katniss Leben einzuhauchen. Josh Hutcherson ist im Vergleich zum ersten Film auch deutlich besser, Liam Hemsworth hingegen wirkt etwas gelangweilt. Woody Harrelson und Elizabeth Banks machen aber Hemsworth' Spiel um Längen wieder wett. Großer Kritikpunkt ist allerdings das viel zu offene Ende. Viele Nebenschauplätze werden eröffnet, die auch in wichtigem Zusammenhang mit Katniss stehen, aber eben nicht zu Ende erzählt werden. Insofern lässt vor allem der Schluss viel zu viele Fragen offen, als das man von einem wirklich runden Film sprechen kann, weil ein wenig die Selbständigkeit fehlt.

7,5/10

Die "Hunger Games"-Trilogie gibt es in einer schicken Box. Diese beinhaltet als einzige "Mockingjay, Pt. 1" in 3D, verfügt über einen ausführlichen Buchteil und ist optisch ein kleiner Leckerbissen.