Mittwoch, 16. März 2016

Point Break - Gefährliche Brandung (1991)

http://www.imdb.com/title/tt0102685/

Der unerfahrene FBI-Agent Johnny Utah (Keanu Reeves) wird dem alten Hasen Angelo Pappas (Gary Busey) zur Seite gestellt, um eine Bande von Bankräubern dingfest zu machen. Diese tragen bei ihren professionell und sekundengenau ausgeführten Raubzügen die Masken ehemaliger US-Präsidenten. Da Pappas die Täter in der Surfer-Szene vermutet, schleust sich Jungspund Johnny undercover in eine Clique um den Surfguru Bodhi (Patrick Swayze) ein. Dabei verliebt er sich in seine hübsche Surflehrerin Tyler (Lori Petty), so dass sein eigentlicher Auftrag immer weiter in den Hintergrund rückt. Doch dann fliegt seine Tarnung auf und bald es nicht nur um sein Leben, sondern auch das von Tyler. Utah wird dazu gezwungen, sich am nächsten Überfall zu beteiligen. Doch diesmal geht nicht alles glatt...

Der Begriff "Point Break" bezeichnet eine Stelle im Wasser, die das Brechen der Welle verursacht und stammt aus der Surfersprache. Die damals kaum bekannte Regisseurin Kathryn Bigelow schuf mit dem Bedeutungsschwangeren "Point Break" einen soliden Thriller im Milieu der Wellenreiter Kaliforniens. Keanu Reeves, der sich als FBI-Grünschnabel in die Religion der Wellenreiter mischt, lernte für "Point Break" sogar extra surfen und das macht er gar nicht mal schlecht. Die Show stielt ihm allerdings in allem Maße Patrick Swayze in der Rolle des Bodhi, der Clanführer seines Surfertrupps ist. Zugegeben ist ein Highlight des Films jedoch Gary Busey, der nicht nur cool und sympathisch ist, sondern mit seiner schrulligen Art heimlich alle Herzen gewinnt. Neben der spannenden Geschichte und den facettenreichen Protagonisten bietet der Streifen fantastische Szenenbilder.

Weniger gefällt jedoch das vorhersehbare, wie kitschige Geschehen zwischen Johnny und Tyler. In der Eröffnungsszene sieht man wie schusssicher er ist, dieses Können kommt im weiteren Verlauf aber leider nicht mehr groß zur Geltung. Klar muss man bedenken, dass er ein Anfänger ist, dennoch hätte er wenigstens in den Kampfszenen auch mal etwas mehr drauf haben könnnen. Er wirkte in allen Fällen immer unterlegen und das stört doch irgendwie. Zwischendrin hat "Point Break" mit ein paar Flauten zu kämpfen, dennoch gelang Kathryn Bigelow ein solider Actionsthriller mit einem ausgezeichnetem Cast. Sie bietet frisches Anfang-90er-Kino mit den üblichen coolen Sprüchen und einer interessanten, straffen Inszenierung, die manchmal und überdies sogar spannend wird.

7/10