Donnerstag, 3. März 2016

Hotel Transylvania - Hotel Transsilvanien 3D (2012)

http://www.imdb.com/title/tt0837562/

Seit Graf Drakula seine Regel gelockert hat, nach der ausschließlich Monster in dem von ihm geführten Hotel Transsilvanien willkommen sind, strömen auch immer mehr menschliche Gäste in die schaurige Herberge. Doch während sich damit geschäftlich alles zum Besseren entwickelt zu haben scheint, hat Drak privat ganz andere Sorgen. So deutet alles darauf hin, dass sich die Blutsauger-Seite seines halbvampirischen Enkels Dennis nicht manifestiert. Und da Dracs Tochter Mavis mit ihrem menschlichen Ehemann Johnny gerade dessen Verwandschaft besucht, liegt es am Großvater selbst, mithilfe seiner Freunde Frank, Murray, Wayne und Griffin das Monster aus seinem kleinen Enkel herauszukitzeln. Doch als wäre das alles noch nicht Aufregung genug, kündigt auch noch Draks äußerst traditionsbewusster Vater Vlad kurzfristig seinen Besuch an. Und der kann so gar nichts mit der liberalen Einstellung seines Sohnes zur Menschenwelt anfangen.

"Hotel Transsilvanien" ist ein gelungener Animationsfilm. Sehr sympathisch, weil der Film die gesamte Monster-Mythologie nimmt und gekonnt in das (leider altbekannte) Setting transferiert. Zudem sorgt er dafür, dass mal nicht die Monster die schrecklichen Kreaturen sind, sondern die Menschen. So variiert der Film das bekannte Monsterthema und greift so geschickt sogar das Thema Rassismus auf. Durch die vielen klassischen Filmmonster und diese politische Ebene wird "Hotel Transsilvanien" somit (auch) für Erwachsene interessant, die eigentliche Zielgruppe sind allerdings eher Kinder. Können Kinder die Filmmonster wahrscheinlich noch nicht so zuordnen, freuen sie sich aber über die typischen Teenagerprobleme von Dracula-Tochter Mavis und über die ungewöhnliche Liebesgeschichte.

Liebevoll gemacht, mit vielen netten Einfällen, dazu witzig und leicht überdreht. Dadurch hat man fast durchgehend ein Lächeln im Gesicht, auch aufgrund vieler witziger Details im Hintergrund. Für richtige Brüller taugt der Film hingegen nicht. Auch optisch ist "Hotel Transsilvanien" nicht gerade die unoriginellste Produktion der letzten Zeit. Die Geschichte an sich ist natürlich keine Neue, aber man kann der liebevollen Neuinterpretation des Vater-Tochter-Konflikts durchaus etwas abgewinnen.

7/10