Sonntag, 24. Januar 2016

Airplane II: The Sequel - Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff (1982)

http://www.imdb.com/title/tt0083530/

Eigentlich sollte es eine wunderbare Reise zum Mond werden, aber in Ken Finklemans absurder Komödie macht den Passagieren der Mayflower gnadenlose Schlamperei beim Bau ihres Flugobjektes einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund der technischen Unzulänglichkeiten kommt es während des Flugs zu einer Fehlfunktion, der schließlich die beiden Piloten zum Opfer fallen. Der Bordcomputer ändert schließlich den Kurs der Mayflower, so dass diese direkt auf die Sonne zusteuert. Das ist ein Fall für den ehemaligen Air-Force-Piloten Ted Striker (Robert Hays), der mit den technischen Schwierigkeiten der Mayflower bestens vertraut ist, weil die dafür Verantwortlichen ihn in eine Anstalt eingewiesen hatten, um den Pfusch zu vertuschen. Glücklicherweise ist Striker aber ausgebüchst und an Bord der Mayflower gelangt. Jetzt hat der die Gelegenheit, sein Können zu beweisen, um die kritische Situation unter Kontrolle zu bringen.

"Identifizieren Sie sich und nennen Sie mir Ihre Position!" - "Ich heiße Ted Striker und sitze so da mit dem Gesicht nach vorn."

Genau meine Art von Humor. Der Fortsetzung fehlt zwar im Vergleich zum Vorgänger "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" an Naturtalent Leslie Nielsen, dafür aber punktet die Raumschiff-Komödie mit einer besseren (weil hören) Gagdichte. Während der Vorgänger zuviele Traum- und Rückblicksequenzen von Striker enthielt, passieren hier einfach die lustigeren Dinge, im Bild, seitlich, dahinter, darüber, überall. So sieht man einen eine Krankenschwester, die an einem Patienten - ganz beiläufig im Hintergrund - einen Ölwechsel wie bei einem Auto durchführt. Auch die Wortspiele sind so krass-genial, dass man selten hinterher kommt, ohne nicht völlig verwirrt zu sein.

"Gentleman, darf ich Sie mit ihrem Captain bekannt machen? Captain Oveur" -"Gentleman, Willkommen an Bord" - "Captain, ihr Navigator Mr. Außer und ihr erster Offizier Mr. Unter." -"Außer" - "Oveur" -"Oveur" - "Unter" - "Gentleman, gehen wir an die Arbeit." - "Außer, haben Sie nicht unter Oveur in der Luftwaffe gedient?" -"Nicht direkt. Formel war Unter unter Oveur und ich war unter Unter" - "Genau." - "Also, Unter, dann waren Sie unter Oveur und über Außer?" -"Genau." - "Ja das ist richtig. Unter war über Außer und ich war über Unter." -"Also wir beide, Unter und ich, waren unter Oveur obwohl ich unter Unter war?" - "Unter war über Außer und ich war über Unter? Hehe. Ja."

Und natürlich darf sich auch hier Robert Hays als Ted wieder diverse Getränke ins Gesicht schütten und seine Sitznachbarn in den Tod reden. Dazu gesellen sich noch William "Overacting" Shatner und Lloyd "Das ist sicher die falsche Zeit, um mit dem Rauchen aufzuhören" Bridges ins muntere Treiben und auch Raymond Burrs Auftritt als Richter ist mehr als gelungen. Stephen Stucker als Jacobs ist wie auch schon im Vorgänger der heimliche Star des Films, der jedes Mal alles falsch interpretiert und ebenso zu wörtlich nimmt. Trotz Gag-Recycling ein mehr als gelungenes Teil.

7,5/10