Samstag, 26. Dezember 2015

Penguins Of Madagascar - Die Pinguine aus Madagascar 3D (2014)

http://www.imdb.com/title/tt1911658/

Die vier aus den "Madagascar"-Filmen bekannten Pinguine sind eine militärisch organisierte Gruppe, die immer eine neue gefährliche Mission im Blick hat. Anführer Skipper (Tom McGrath) übt die Befehlsgewalt aus und schmiedet die Einsatzpläne, die er im Vorfeld mit Taktiker Kowalski (Chris Miller) austüftelt. Für die Ausrüstung und fürs Grobe ist der durchgeknallte Rico (John DiMaggio) zuständig. Durch seine besondere Fähigkeit, x-beliebige Gegenstände hochzuwürgen, hat er der Gruppe aber schon ein ums andere Mal aus der Patsche geholfen. Gemeinsam mit Private (Christopher Knights), dem sensiblen "Nesthäkchen" der Bande, sind die vier Pinguine ein unschlagbares Team. Nun sind ihre Fähigkeiten aber in einem besonderen Fall gefragt: Ein hochrangiger Tieragent (Benedict Cumberbatch) der Geheimorganisation Nordwind ist dem mysteriösen Bösewicht Dr. Octavius Brine (John Malkovich) dicht auf den Fersen und die Pinguine geraten mitten rein. Da wollen sie natürlich dem Team von Nordwind zeigen, dass auch sie echte Agenten sind.

Spin-Offs aus bekannten und beliebten Filmen sind fast immer ein heikles Thema, weil die Schöpfer es sich mit den Zuschauern sehr schnell verscherzen können. Die Filmreihe “Madagascar” und nahezu alle darin vorkommenden Charaktere waren schon von Anfang an trotz etwas gewöhnungsbedürftigen Stils ein gelungener Wurf und somit durfte man auf den Solofilm der Pinguine, die in den "Madagascar"-Filmen immer nur als Sidekicks und (gelungene) Randgags auftraten, gespannt sein.


Der Film "Penguins Of Madagascar", welcher mit 93 Minuten doch noch angenehm zum schauen ist, besitzt eine Storyline, die nicht mehr aus der Luft gezogen sein könnte. Sie folgt einer reichlich merkwürdigen und zudem aufgesetzten Rache-Strategie, die zwar Bezug auf die "Madagascar"-Filme nimmt, aber in diesen Filmen selbst war noch nie etwas von diesem bösen Charakter namens Dave zu sehen. Dass man die Anfänge der Truppe sieht, wie sie sich als Babys im antarktischen Eis gefunden haben, brachte dann doch viele süsse und watschelige Momente. Leider ist die finale "Moral", wenn man sie so nennen mag, auch längst nichts Neues. Offenbar ging man den Weg des geringsten Widerstands und setzte auf Altbewährtes. Das ist nicht wirklich schlimm, aber Innovation sieht eben anders aus.


Aber die neuen Charaktere sind in Ordnung, nichts Überragendes, passen aber zum Stil und Film auch gut dazu. Die Lacher sind gut platziert und kommen dann doch öfter als gedacht - und dazu noch oft sehr überraschend. Die Animation ist, wie von DreamWorks gewohnt, sehr gut und flüssig gelungen. Auch das 3D weiß zu gefallen und bietet eine gute Tiefenschärfe und sogar ein paar nette Pop-Outs. Unterm Strich sind die Pinguine ein völlig abgedrehtes, aber eben auch unterhaltsames Spin-Off mit den wohl knuddeligsten Geheimagenten der Welt.

6,5/10