Mittwoch, 9. Dezember 2015

Infini (2015)

http://www.imdb.com/title/tt3327624/

Ein Elite-Suchtrupp wird Anfang des 23. Jahrhunderts in eine außerweltliche Minenstation namens INFINI gebracht, um Whit Carmichael (Daniel MacPherson), den einzigen Überlebenden einer biologischen Katastrophe, zu retten. Die erfahrenen Soldaten treffen im äußersten Stützpunkt unserer Galaxie auf ein Bild des Grauens. Die Überreste und Ausmaße der Katastrophe sind überall sichtbar und nachdem sie Carmichael gefunden haben, erfahren sie die grauenvolle Geschichte des Kampfes gegen den Virus. Und auch wenn es so scheint, als sei Carmichael der einzige Überlebende, lauert in den Tiefen der Station die biologische Waffe auf ihren Einsatz. Die Bedrohung gilt nicht nur den Truppenmitgliedern, auch die Erdbewohner könnten bald in Lebensgefahr schweben, denn INFINI ist nur wenige Stunden vom  Heimatplaneten der Menschen entfernt. Ein Kampf gegen die Zeit entbrennt.

Beginnt wie "Dead Space", wird aber eher zu "Event Horizon", allerdings ohne dessen Beklemmung und Angst jemals zu erreichen. Vor allem die starke Grundatmosphäre zieht den Betrachter hier schnell in seinen Bann und erzeugt diese unangenehme Sicherheit im Hinterkopf, dass man zwar nicht stehen bleiben kann, aber mit jeder Bewegung, dem Abgrund näher kommt. Als dann das Geheimnis hinter dem scheinbaren Virus bekannt wird, ist der Sieg ausgeschlossen und eine Flucht sehr unwahrscheinlich. Das ist alles sehr gut gemeint und sogar teilweise biszum Ende hin mit richtig klassischer Atmosphäre ausgestattet. Im Gegensatz zum sehr zähen Mittelteil ist der Beginn des Films zudem sehr hektisch und dank zahlreicher Zwischenschnitte zwischen mehreren Locations und Charakteren auch schwer verständlich. Außerdem macht der Film zu Beginn ein Versprechen, die er nie einhält. So erklärt die besagte Infotafel auch, dass der Slipstream-Prozess sehr umstritten und für Datenverfälschung anfällig sei. Dieser Punkt wird jedoch später gar nicht mehr aufgegriffen. Auch hätte sich die Geschichte zwangs Erschöpfung nach einer Stunde dem Ende zuneigen müssen. Alles deklassiert sich hier selbst mit einer repetitiven Endloshetzjagd und belanglosen Zeitschlaufen bis zum allzu Nervigen. Schade, das Potenzial, die Optik, ein gewisser Spannungsbogen, alles war da und wurde doch irgendwie verschenkt.

5,5/10

Von CAPELIGHT PICTURES kommt der Film als Erstauflage im schicken Steelbook: