Freitag, 20. November 2015

Maniac Cop (1988)

http://www.imdb.com/title/tt0095583/

In New York werden immer wieder grausame Morde an harmlosen Passanten verübt. Gerüchte machen den Umlauf, dass ein dem Wahnsinn verfallener Polizist sein Unwesen treibt und wahllos mordet. Während die Polizei den verdächtigen Beamten Jack Forrest (Bruce Campbell) suspendiert und verhört, führt der Killer sein Werk beständig fort. Nur Lieutenant McCrae (Tom Atkins) misstraut den Vorwürfen gegen seinen Kollegen und beginnt, in eigener Sache zu ermitteln. Dabei kommt der erfahrene Gesetzeshüter seinem ebenbürtigen Gegenspieler immer näher.

"Maniac Cop" mit Bruce Campbell und Tom Atkins ist auch so eine kleine Perle der späten 80er Jahre Filme von William Lustig und dieses Mal geht es nicht ganz so ernst zu wie in seinem ikonischen "Maniac" von 1980. "Maniac Cop" ist eine Mischung aus Slasher und Polizeikrimi, mit ansprechenden Darstellern und einer passenden, düsteren Atmosphäre, dem dazugehörigen B-Movie-Charme und einem "Maniac Cop", der - wie so viele Horrorikonen der 80er Jahre - einfach nicht totzukriegen ist. Was an "Maniac Cop" stört, ist die Tatsache, dass aus dem "Maniac Cop" Matt Cordell ein Abklatsch von Jason Voorhees aus der "Friday, The 13th"-Reihe gemacht wurde. Er ist ein stummes, unsterbliches entstelltes Ungeheuer, das einfach so jeden abschlachtet, der gerade seinen Weg kreuzt. Dann aber auch wieder sehr planmäßig immer gerade dort auftaucht, wo es für ihn am zweckmäßigsten ist. Ein Rachefeldzug, wie er ja im Film angesprochen wurde und auch Sinn gemacht hätte, hätte jedenfalls genug Potential gehabt und dem Killer sogar einige Sympathypunkte eingebracht - und letztlich die Spannung noch steigern können.

So ist "Maniac Cop" zwar ein durchaus gelungener Genrebeitrag, der angenehm unterhält, aber der Figur des Killer-Cops hätte ein wenig mehr Charakterzeichnung ganz gut getan. Das Budget war hier mit 1,1 Millionen US-Dollar deutlich höher als bei "Maniac" und das merkt man auch. Die Story ist vielleicht nicht die Innovativste, aber sehenswert ist das allemal und für 80er-Horror Fans sicherlich einen Blick wert. Ein kleiner, netter Gimmick am Rande: Sam Raimi hat hier einen Cameo-Auftritt als Reporter. Nett.

6,5/10

Von NSM Records erschien der Film im limitierten und nummerierten Mediabook: