Mittwoch, 28. Oktober 2015

My Name Is Bruce (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0489235/

Das kleine Bergdorf Gold Lick, dessen Häuser immer noch so aussehen, als sei der Goldrausch im vollen Gange, hat ein großes Problem. Der Dämon Guan-Di (James J. Peck) wurde aufgeweckt und das Wesen aus dem Zwischenreich des Phantastischen hat keine gute Laune. Jeff (Taylor Sharpe), ein aufgeweckter Jugendlicher und glühender Anhänger des Schauspielers Bruce Campbell (Bruce Campbell) hat die rettende Idee, wie man Unheil von dem kleinen Ort abhalten kann. Denn in seinen Filmen hat Campbell beweisen, dass er mit jeder noch so großen und absonderlichen Bedrohung fertig werden kann. Einen Dämon wie Guan-Di müsste Campell mit Links erledigen. Also spürt Jeff sein großes Idol auf, entführt es und offenbart ihm seine neue Aufgabe. Da der Schauspieler glaubt, die Bewohner von Gold Lick hätten eine lustige Show anlässlich seines Geburtstages organisiert, ist er bereits die Waffe in die Hand zu nehmen. Aber dann muss er feststellen, dass Guan-Di ein echter Dämon ist.

Nicht unbedingt das Maß aller Dinge in Sachen Horror-Comedy, dennoch ein kurzweiliges, ganz unterhaltsames und vor allem selbstironisches Stück Genrekino von, mit und über Bruce Campbell. Als Freund von Bruce Campbell und der "Tanz der Teufel"-Teile muss man einfach einen Blick auf "My Name Is Bruce" riskieren. Allerdings sollte man einen gehörigen Hang zum Trash mitbringen, denn nicht nur der bitterböse Dämon selbst schaut sehr preiswert aus, auch sonst ist der Streifen ziemlich billig gemacht. Dass dies aber wunderbar zum Gesamtbild passt hat einen einfachen Grund: hier werden nicht nur ein paar Anspielungen auf "Tanz der Teufel" gemacht, es ist schon eher eine Parodie, die auf ihre eigene Art und Weise etwas Kultiges inne hat - und Bruce Campbell spielt sich selbst als arroganten, aufgeblasenen, seine Fans hassenden, Frauenfeindlichen Typen mehr als genial und erzielt dabei genau die richtige Mischung zwischen fies and durchaus realitätsnah.

Schon anfangs als zwei Jugendliche über Bruce und seine Werke reden (darunter auch "Bubba Ho-Tep") lässt Fans sicher hellhörig werden. Zitat: "Bruce Campbell ist der größte Schauspieler seiner Generation!" - ein wenig muss man da schon neidlos zustimmen. Mark Verheidens Skript ist gerade zu vollgepackt mit lustigen Onelinern/Dialogen und albernen Ideen. Aber bei der Story selbst kann man nicht wirklich sicher sein: ist sie jetzt Oscarreif oder eher schwachsinnig? Eigentlich von beidem etwas. Doch auch wenn der Film vielleicht nicht unbedingt das allergrößte Gag-Feuerwerk bietet und auch der Splatter-Anteil noch ein wenig größer sein könnte, macht er allein aufgrund von Bruce Campbells Spiel unglaublich viel Spaß. Das alles gilt allerdings nur für Freunde von Bruce Campbell, alle anderen werden wohl doch etwas weniger Freude mit dem Streifen haben.

"Jeff, jetzt hätte ich nur noch eine Bitte, wenn du das nächste mal einen uralten Dämonen freilässt, ruf diese Buffy-Schlampe!".

7/10