Montag, 7. September 2015

Sex Tape (2014)

http://www.imdb.com/title/tt1956620/

Was anfangs nach endloser, leidenschaftlicher Romanze aussieht, verkommt mit der Zeit oft zur pflichtbewussten Routine: So ergeht es auch Annie (Cameron Diaz) und Jay (Jason Segel), bei denen nach zehn Jahren Ehe und zwei Kindern kein Feuer mehr im Bett aufkommen will. Um seinem Liebesleben wieder etwas Schwung zu verleihen, entscheidet sich das Paar für eine unkonventionelle Methode. Es nimmt systematisch jede erdenkliche Stellung ein und hält diesen dreistündigen Sex-Marathon mit dem iPad fest. Der Nervenkitzel scheint seine Wirkung nicht verfehlt zu haben, am nächsten Morgen sind Annie und Jay glücklich und befriedigt wie schon seit Jahren nicht mehr. Das Entsetzen folgt, als das Ehepaar realisiert, dass die Videodatei nicht gelöscht, sondern in die Cloud hochgeladen wurde. Auf die haben alle Freunde und Verwandte Zugriff, denen Jay und Annie iPads geschenkt haben...

Auch wenn man generell kein großer Fan von Cameron Diaz ist, so ist sie doch nicht der Hauptgrund, weshalb "Sex Tape" bestenfalls als "ganz nett gemacht" durchgeht. Es ist wohl nicht genau zu definieren, ob die ersten 20 Minuten des Films überhaupt dazu gedacht sind, Lacher zu generieren - zumindest an der ein oder anderen Stelle sieht es aber schon danach aus. Aber es funktioniert leider nur zögerlich. Der Film wird erst nach und nach, vor allem im Mittelteil, deutlich witziger als noch zu Beginn, nur war das auch keine wirkliche Herausforderung mehr. Das Ende ist dann etwas sehr weit hergeholt (wer würde soetwas wirklich in Erwägung ziehen?) und bringt auch kaum noch richtige Lacher, aber zumindest einige absurde Situationen und ein hervorragenden Cameo-Auftritt.

Leider ist die permanente und damit nervige iPad-Werbung völlig fehl am Platz ("Wow, was für eine Kamera!"). Doch hauptsächlich lebt der Film von der wirklich guten Chemie zwischen Jonathan Segel und Cameron Diaz und wird so zu einer charmanten Komödie, die gern noch etwas sexier hätte ausfallen können, während der man später öfters schmunzeln muss, die auch nicht langweilig war, der aber definitiv ein paar richtige Brüller fehlen. Eben eine Komödie aus der Sparte "ganz nett gemacht".

5,5/10