Freitag, 11. September 2015

Red Dawn - Die rote Flut (1984)

http://www.imdb.com/title/tt0087985/

Das, wovor patriotische Landsmänner immer gewarnt haben, tritt ein: Die USA werden von Kommunisten angegriffen. Sowjets und Kubaner landen mit Fallschirmen auf amerikanischem Boden und schießen sofort auf alles, was sich bewegt. In einer Kleinstadt erwischt es zuerst den Geschichtslehrer, als er seinen Schülern gerade von den grausamen Mongolen erzählt. Auch die kommunistischen Soldaten kennen kein Erbarmen, vergewaltigen Frauen und verbrennen Bücher. Doch acht Teenagern (darunter auch Charlie Sheen) gelingt die Flucht in die Berge. Unter der Führung des jungen Jed (Patrick Swayze) gründen sie eine Guerilla-Truppe namens "Wolverines" und kämpfen gegen die Invasoren, anfangs nur ausgerüstet mit Jagdgewehren, Pistolen, sowie Pfeil und Bogen. Ihre Verluste mehren sich, aber an Aufgabe ist nicht zu denken. Mit der Zeit reifen die Jugendlichen heran und müssen über sich hinauswachsen wenn sie ihr Land und ihre Stadt wieder zurückerobern wollen.

Die guten alten 80er Jahre Action-Schinken und ihr Hang zur absoluten Absurdität. "Red Dawn" symbolisiert auf seine Art und Weise die damalige herrschende Kalter-Krieg-Paranoia der USA. Und mittendrin Patrick Swayze und Jennifer Grey, die ausnahmsweise mal nicht tanzen, sondern gemeinsam ordentlich Munition verballern. Und Ballern ist auch das, was der Film am besten kann. Und wenn man es ganz genau nimmt, hat "Red Dawn" auch nicht mehr zu bieten als Explosionen und großen Bleigehalt. Denn die Story des Films kann man nicht wirklich ernst nehmen. Logisch, der Film soll ja auch keine Botschaft rüber bringen, sondern nur unterhalten. Trotzdem ist diese Invasion auf die USA durch sämtliche kommunistische Regime der Welt schon sehr grenzwertig. Die Propaganda ist nicht wirklich versteckt und man wird das Gefühl nicht los, dass es die Macher doch ernst meinten. Aber letztlich drückt man eben mal ein Auge zu und sieht in "Red Dawn" einfach mal den Actionfilm, der er ja auch schließlich irgendwo ist. Hirnlos und absurd, aber immerhin unterhaltsam.

5/10