Samstag, 12. September 2015

A Nightmare On Elm Street 3: Dream Warriors - Nightmare 3: Freddy lebt (1987)

http://www.imdb.com/title/tt0093629/

Sechs Jahre ist es her, dass Freddy Krueger (Robert Englund) in der Elmstreet sein Unwesen getrieben hat. Noch heute träumen die Kinder von ihm. Wie es scheint, hat Freddy es ganz besonders auf die Insassen einer Anstalt für schwererziehbare und selbstmordgefährdete Jugendliche abgesehen. Die junge Kristen Parker (Patricia Arquette) hat schon seit längerer Zeit Albträume, was auch der Grund dafür ist, dass ihre Mutter sie in die Anstalt brachte. Zusammen mit dem Arzt Dr. Gordon (Craig Wasson), dem Krankenpfleger Max Daniels (Laurence Fishburne) und den Kindern Roland Kincaid (Ken Sagoes), Joey Crusel (Rodney Eastman), Taryn White (Jennifer Rubin) und Elaine Parker (Brooke Bundy) versuchen Nancy (Heather Langenkamp) und Kristen, den Mann im gestreiften Pullover aufzuhalten. Als Nancy herausfindet, dass Kristen die Gabe hat, andere Menschen in ihre Träume mitzunehmen, entwickelt sie einen Plan. Unterdessen versuchen Dr. Gordon und Lt. Thompson (John Saxon), Nancys Vater, die sterblichen Überresten von Krueger zu finden, um diese zu verbrennen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Der dritte Teil der "A Nightmare On Elm Street"-Reihe hat einen sehr starken Anfang. Im Gegensatz zum direkten Vorgänger besinnt man sich auf die Stärken des ersten Teils und greift gekonnt darauf zurück. Dadurch wird hier sehr schnell eine wirklich bemerkenswert gruselige Atmosphäre erzeugt, die, gepaart mit viel Kreativität im Erscheinen und Handeln Freddys, einen richtig starken Horrorfilm im weiteren Verlauf vermuten lässt. Leider kann der Film dieses anfänglich gesetzte hohe Niveau leider nicht komplett bis zum Schluss halten, was vor allem daran liegt, dass Freddy Anfangs nicht wirklich im Traum tötet, sondern Illusionen im Kopf der Träumenden erzeugt, sodass es in der realen Welt wie Selbstmord aussieht.

Zudem wird die recht überflüssige Thematik um Schwester Mary Helena und Freddys Herkunft eingeführt, was reichlich ideenlos erscheint und der diabolischen Figur des Freddy Krueger sämtliche Bösartigkeit nimmt. Das damit einhergehende Finale fälllt auch dementsprechend schwach aus. Dennoch setzt der Film zwischendurch immer wieder kleine und große Höhepunkte und macht ihn deswegen zu einem der besseren Vertreter des Franchises. Die kreativen Special Effects verdienen besondere Anerkennung und auch wer Blut sehen will, bekommt dieses auch reichlich geboten.

Gut ist dann auch die Idee, den Träumenden einige besondere Fähigkeiten zu geben, schließlich spielt sich eben das ganze Szenario in Träumen ab und lässt so die Realität weit hinter sich. Und damit lässt sich letztendlich sagen, dass "A Nightmare On Elm Street 3" (trotz der erwähnten Storyschwäche und einiger Widersprüchlichkeiten zum ersten Teil, z. B. dass sich verbrennen nicht zum Aufwachen führt) doch ein kleines Highlight der bisherigen Reihe ist, aber eben auch nicht an den grandiosen ersten Teil heranreicht.

6,5/10