Sonntag, 14. Juni 2015

GirlHouse (2014)

http://www.imdb.com/title/tt2577172/

Kylie Atkins (Ali Cobrin) ist zu beneiden: Die College-Studentin sieht gut aus und ist intelligent. Es mangelt der jungen Frau aber an Geld, das sie für ihr Studium dringend benötigt. Deswegen beginnt sie als Webcam-Girl und nimmt am Projekt "Girlhouse" teil, für das in einer abgelegenen, für die Zuschauer unbekannten Villa mehrere junge Frauen versammelt werden, die sich alle vor den im Haus zahlreich angebrachten Videokameras ausziehen. Zu den Damen, die damit eine Stange Geld machen wollen, gehören Janet (Chasty Ballesteros), Devon (Alyson Bath), Mia (Nicole Fox), Kat (Alice Hunter) und Heather (Elysia Rotaru). Schnell erregt Kylie die Aufmerksamkeit eines Users namens "LoverBoy" (Slaine) – und setzt damit eine verhängnisvolle Ereigniskette in Gang. Kylies Kolleginnen erlauben sich einen Streich auf Kosten des zahlenden Kunden, was dieser nicht einfach auf sich sitzen lassen will. Er will Rache. Mit seinem technologischen Fachwissen macht er den geheimen Standort der Villa ausfindig. Die Bewohnerinnen müssen nun um ihr Leben kämpfen, während die Zuschauer über die Kameras alles mitverfolgen können…

"Girlhouse" nutzt alle bekannten Slasher-Elemente aus Horrorfilmen der 80er und 90er-Jahre und packt sie in ein moderneres Gewand, was heutzutage nicht allzu vielen Slashern gut gelingt. Zudem sind die Charaktere (oder wenigstens einige davon) nicht nur farblose Genre-Schablonen, sodass man auch durchaus mit ihnen mitfiebert - auch so ein Detail, welches vielen Horrorfilmen der letzten Zeit fehlte. Selbst für den (auch noch gut eingeführten) Killer empfindet man das ein oder andere Mal schon fast so etwas wie Mitleid. Die schauspielerischen Leistungen sind für ein B-Movie dieser Art völlig in Ordnung. Durch das voyeuristische "Big Brother"-Element fiebert man umso mehr mit und alle Leute, die solche Filme nur sehen um reichlich Blut spritzen zu sehen machen hier auch nichts verkehrt. Wobei die Mordszenen zwar recht brutal sind, aber nie zu übertrieben wirken. Und Ben's Kumpel sorgt, mit dem ein oder anderen dummen  Spruch, auch noch für eine klitzekleine Prise Humor. Leider kommt der Film aber nicht ohne genretypische Schwachheiten aus (Opfer rennen nach oben, anstatt raus und wenn wenn man den Killer schon einmal am Boden hat, warum - zur Hölle - läuft man weg und sorgt nicht dafür, dass der typ nicht mehr aufsteht?). Dennoch - "Girlhouse ist ein sehr solider Slasher, der trotz selbst einiger Längen durchaus sehbar ist. Vielleicht nicht der innovativste Film seiner Art, aber "Girlhouse" weiß auf jeden Fall zu unterhalten. 

6,5/10