Samstag, 13. Juni 2015

Austin Powers: International Man Of Mystery - Austin Powers: Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat (1997)

http://www.imdb.com/title/tt0118655/

London, 1967: Die Swinging Sixties erleben gerade ihren Höhepunkt, er ist die Zeit der freien Liebe und psychedelischen Musik. Mittendrin: Austin Powers (Mike Myers). Fotograf, Geheimagent und immer am Puls der Zeit. Im Namen ihrer Majestät bekämpft er das Verbrechen, nur der glatzköpfige und bösartige Dr. Evil (Mike Myers) geht dem schrillen Agenten immer wieder durch die Lappen. Als sich sein Gegenspieler einfrieren lässt, um sein Unwesen auf die 90er Jahre zu vertagen, begibt sich Austin in den Gefrierschrank des Secret Service und lässt sich ebenfalls auf Eis legen. Nach 30 Jahren wird er wieder aufgetaut um Dr. Evil endgültig das Handwerk zu legen. Dieser hat die Welt als Geisel genommen und droht mit ihrer Vernichtung, sollten seine Forderungen nicht erfüllt werden. Gemeinsam mit der Tochter seiner ehemaligen Sekretärin, Miss Kensington (Elisabeth Hurley), macht sich der britische Geheimagent ans Werk. Doch sein wahrer Feind ist die Gegenwart: Freie Liebe und die Ideale der Hippiegeneration haben hier keinen Platz. Und auch Dr. Evil hat seine Schwierigkeiten, sich in diese neue Welt einzufinden...

Ein knallig-satirischer Auftakt, des wohl brustbehaartesten Agenten der Geschichte. Mike Myers Hang zum Narzissmus wird zum positiven Antriebsmotor und sollte so weitere Fortsetzungen beflügeln.

"Austin Powers" sollte man als Dauerparodie auf die Agentenfilme der 60er und insbesondere auf die "James Bond"-Reihe sehen. Die überzeichnet-plumpe Gag-Orgie auf teilweise untertänigster Etage lässt die Filme um das "Schärfste, was seine Majestät zu bieten hat", zu einem originellen Machwerk werden. Die Story ist schlicht und beruht im Wesentlichen auf dem ständigen klassischen Duell Gut gegen Böse. Indem sich der größte Teil der Szenen aus Bond-Parodien zusammensetzten, besitzt der Film einen noch größeren Spaßfaktor, wenn man eben diesen Filmen bewandert ist.

Der schräge, aber liebenswerte Charakter des psychedelischen Britagenten Austin Powers in schrillem Anzug und Rüschenhemd, welcher durch seinen Mojo-angetriebenen Charme den Mädels den Atem und dem Bösewicht die Freiheit versucht zu entrauben, spielt Mike Myers äußerst überzeugend. Er zeigt mit seiner Rolle des unerschrockenen Womanizers, dass man nicht unbedingt jährliche Zahnarztbesuche über sich ergehen lassen muss, um schöne Frauen in die Horizontale zu verlagern. Des Weiteren demonstriert er mit der Darstellung seines Gegenspielers, dem Bösewicht Dr. Evil, dass er durchaus auch einer Doppelrolle gewachsen ist. Das erste Powers-Girl der Filmgeschichte sollte Elizabeth Hurley sein, welche nicht 100% passt, aber dennoch mit ihrer anfangs zugeknöpften selbstbewussten Art einen witzigen Gegenpol zur Männlichkeit in Person, miemt.

In weiteren Nebenrollen sind unterhaltungstechnisch vielversprechende Figuren zu bestaunen, wie zum Beipeil den Evil-Sprossling Scoot Evil, der ohne Vater aufggewachsen, diesen nicht akzeptiert. Generell war die Darstellung der gesamten Charaktere, besonders die Mitstreiter um Dr. Evil, sehr amüsant und gelungen. Als interessantes Detail: Der Wachmann wurde von Christian Slater gespielt. "Austin Powers" ist im Großen und Ganzen eine gelungene Komödie mit hohem Unterhaltungswert, wenn man diesen etwas gewöhnungsbedürftigen Humor auch sein Eigen nennen kann.
 
7/10