Freitag, 15. Mai 2015

The Karate Kid - Karate Kid (2010)

http://www.imdb.com/title/tt1155076/

Dre Parker (Jaden Smith) ist 12 Jahre alt und schwer angesagt auf seiner Schule in Detroit. Dumm nur, dass seine Mutter (Taraji P. Henson) berufsbedingt nach China zieht und ihn dabei mitnimmt. Dre hält sich nicht lange mit seinem Ärger auf, dafür ist er viel zu begeistert von seiner niedlichen Schulkameradin Meiying (Wenwen Han). Das passt Klassenprimus Cheng (Zhenwei Wang) jedoch gar nicht in den Kram, sodass für Dre diverse Trachten Prügel anstehen. Die Zeit der Wehrlosigkeit hat ein Ende, als er beim beim großen Karate-Meister Mr. Han (Jackie Chan) in die Lehre geht. Was er dort lernt, reicht aber über die Kampfkunst an sich hinaus...

Erneut ein Remake. Mit "The Karate Kid" ging der Sohn von Will Smith Jaden Smith seinen Weg ins Filmbusiness weiter und versucht in die Fußstapfen von Ralph Macchio zu treten. Abgesehen von der völligen Ignoranz der Menschen, die hinter der Kamera agierten, ist ihm das sogar recht gut gelungen. Selbst mit Jackie Chan hat man einen würdigen Ersatz für Mr. Miyagi (Pat Morita) gefunden. Klar, Jaden Smith ist kein überragender Darsteller und der Hauptcharakter des Originals gefällt mir auch besser. Er ist einfach zu übertrieben cool und tritt beinahe in jedes Klischee-Fettnäpfchen. Aber ich mag Jackie Chan als Mr. Han. Er ist die überzeugendere, realere Figur, hat eine richtige Backstory und hat vor allen Dingen tatsächlich Ahnung von Kampfsport. Es macht einfach Spaß, den beiden beim Lernen und Erlernen der Fähigkeiten zuzusehen und sie natürlich auf dem Weg in ihre ungewöhnlichen Freunschaft zu begleiten. Woran krankt also der Film?

Zum einen erlernt hier der Protagnist Kung-fu und keineswegs Karate. Das sollte auch dem blindesten Huhn auf dem Hof auffallen - zumal es auch noch mehrfach erwähnt wird. Okay, darüber kann man noch großzügig hinwegsehen. Leider sind aber auch einige Zwischensequenzen unnötig in die Länge gezogen und nehmen dem Film somit das bitter nötige Tempo. Was in den Achtziger jahren noch funktionierte, geht heutzutage eben einfach nicht mehr. Die "Liebesgeschichte" wirkt zudem aufgesetzt und wenig realistisch. Auch den Bösewicht finde ich im Remake deutlich "böser". Er wirkt richtig irre und ist super gespielt. Hier hingegen gefallen mir die Trainings-Montagen, die schönen Landschaftsaufnahmen und die Atmosphäre in China bzw. in dem, was sich Amerikaner unter China eben vorstellen. Unterm Strich ist "The Karate Kid" so also sicherlich kein Kracher, aber immerhin ein unterhaltsamer Film für Zwischendurch.

6/10

Von SONY Pictures Home Entertainment gab es en Film zur Veröffentlichung im Steelbook: