Samstag, 16. Mai 2015

Sex And The City - Sex And The City: Der Film (Extended Cut) (2008)

http://www.imdb.com/title/tt1000774/

Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker), erfolgreiche Autorin und jedermanns liebste Mode-Ikone, ist zurück. Vier Jahre nach dem Ende der HBO-Serie zeigt "Sex and the City" die femme fashionables Carrie, Samantha (Kim Cattrall), Charlotte (Kristin Davis) und Miranda (Cynthia Nixon), wie sie mit Jobs, Freunden und Beziehungen jonglieren, während sie gleichzeitig durch Mutterdasein, Heirat und Immobilien-Käufe in Manhattan manövrieren. Die zentrale Frage dabei lautet: Wird Carrie ihren Mr. Big am Ende wirklich vor den Traualtar bekommen...?

"When something was really really funny, I laughed."

Geballte Weisheiten, über zweieinhalb Stunden lang, dargebracht in Sätzen wie diesen, hübsch verpackt unter tollen Klamotten (und die Schuhe erst), zum Hormonspiegel passenden Handtaschen (in Trendfarbe) und diesem geballten Selbstbewusstsein schmeichelnden Frisuren (Strähnchen vom teuersten Friseur New Yorks), machen "Sex And The City" allein schon zum absoluten Must-See für jede Frau, die sich heutzutage als selbstbewusst, unabhängig und glücklich definiert. Naja. So oder zumindest so ähnlich.

"Sex And The City" knüpft als Kinofilm beinahe nahtlos an die Serie an und liefert im Endeffekt eine etwas aufwändigere, weil sichtlich teurere Folge. Wie immer liegt die Betrachtungsweise im Augen desselben und wenn man sich auf den Film einlassen kann - trotz aller offensichtlich verkrampften Versuche, Witz, Ironie, Sex, Sentiment und Lebensweisheit in eine Handlung zu hüllen - dann, ja dann kann man einen sehr leichten romantischen, wennauch sehr fragwürdigen Film sehen. Eine Art Trost soll dieser Film sein, ein Trost für das etwas enttäuschende Ende einer Serie, welche ihre Idee schlichtweg zu lange überlebte und ihre Figuren in immer merkwürdigere Verwicklungen trieb. Zwar bietet das hiesige Ende eine für Fans wohlwollendere Alternative, jedoch bleibt "Sex And The City" nichts weiter als ein teurer Garderobenzirkus, welche sogar die romantischste Geste - das Heiraten - möglichst preisintensiv zu vermarkten versucht. Der Warenförmigkeit des Menschen wird hier unweigerlich Ausdruck verliehen und es erscheint fast so, als sei die Vergötterung von Marken tatsächlich ein Teil des weiblichen Wesens.

"Sex And The City" zeigt vier vierzigjährige Frauen, die sich kleiden wie Zwanzigjährige, permanent kreischen, viel Zeit und wenig Sinn in ihrem Leben haben. Aber so war das schon immer. Kein wirkliches oder gar reales Leben, einfach nur Lifestyle reduziert auf die Pausenzeiten, die sicher bitter nötig sind, um in dieser Art von Leben überhaupt existieren zu können. Mit dem obligatorischen (und sehr seltsamen) Happy End, untermauert von viel Dramatik und ein paar Schmunzelmomenten. Ein leichter Film, ohne großen Anspruch und für Fans sicherlich ein nettes Schmankerl für Zwischendurch.

6/10