Samstag, 21. Februar 2015

Galaxy Quest - Galaxy Quest: Planlos durchs Weltall (1999)

http://www.imdb.com/title/tt0177789/

Die Science-Fiction-Serie Galaxy Quest mit den Schauspielern Jason Nesmith (Tim Allen), Gwen DeMarco (Sigourney Weaver), Guy Fleegman (Sam Rockwell), Sir Alexander Dane (Alan Rickman) und Fred Kwan (Tony Shalhoub) ist zwar längst abgesetzt, aber sie müssen immer noch zu Fan-Veranstaltungen, um Autogramme zu schreiben. Eines Tages werden sie von einer Gruppe Außerirdischer kontaktiert, die Galaxy Quest im All empfangen haben und die Serie für real halten. Ihr Planet wird von bösartigen Wesen bedroht und es liegt nun an der Gruppe um die abgehalfterten Schauspieler ihre Egos in den Griff zu bekommen und zu zeigen, was in ihnen steckt...

Man muss ja nicht unbedingt ein Trekkie sein, um die kultige Parodie "Galaxy Quest" zu verstehen, oder gar um diese gut zu finden. Ich habe den geringen Vorteil, durch und durch ein "Star Trek"-Fan zu sein. Dadurch gewinnt "Galaxy Quest" ganz klar ein paar Punkte mehr auf meiner Bewertungsskala, denn er setzt das ganze Drumherum einfach so geschickt um, dass es eine wahre Freude ist. Angefangen bei der gelungenen Titelmelodie der fiktiven Serie, geht es weiter über die Mannschaft, zu der natürlich auch ein reptilisch aussehender Ausserirdischer vom Planeten Mak'Tar gehören muss, bis zum Raumschiff, das sich in eine obere und untere Sektion teilen läßt. Hinzu kommt, dass dieser Film mit allem gewürzt ist, was eine gute Story ausmacht, neben dem (köstlichen) Humor gibt es ein merkwürdiges Steinmonster (Gerignak), einen oberfiesen, durchtriebenen Bösewicht (Sarris), eine gefährliche Eskapade durch ein Weltall-Minenfeld und ein Volk Ausserirdischer mit seltsamen Lachanfällen und ohne Hang zu Täuschung und Lüge, das gerettet werden muss.

Alan Rickman spielt die Rolle des Außerirdischen, der immer den Satz "Bei Grapthas Hammer, bei den Söhnen von Warvan - du wirst gerächt werden" sagen muss und dessen Rolle von allen geliebt wird außer von ihm selbst, sehr gekonnt, auch Tim Allen ist die Rolle des egomanischen Captain auf den Leib geschrieben und Sigourney Weaver liefert auch eine sehr gute Leistung mit der launischen Blondine ab, die eigentlich nur wegen ihren zeigefreudigen Outfits an Bord ist.

Die Idee, das Leben abgehalfteter Serienhelden zu zeigen, bis diese plötzlich realen Gefahren gegenüberstehen, wird hier durchaus unterhaltsam präsentiert, dazu entwickelt sich der beinahe noch belanglose Anfang zu einem packenden Drama, bei dem auch Action-Fans auf ihre Kosten kommen, bis zum hochdramatischen Ende, wenn das Raumschiff (die "Protector") auf der Erde, zufällig genau in einer Convention landet, dort der Bösewicht eleminiert wird und die Fans davon so begeistert sind, dass neue Folgen der Serie gedreht werden. Auf so etwas muss man erst mal kommen. Überhaupt wird auch alles auf die Schippe genommen, was im Fernsehen und in Filmen so alles an Unsinn (Bombe stoppt immer bei 01:00:000) und Unlogik (die "Stampfer") gezeigt wird.

"Galaxy Quest" ist für mich einfach einen rundum gelungene und vor allem lustige und kurzweilige Unterhaltung, die das Prädikat "Sci-Fi Parodie" voll und ganz verdient und leider viel zu sehr unterschätzt wird.

8/10