Mittwoch, 28. Januar 2015

Wer - Das Biest in dir (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2229511/

Ein grausamer Mord erschüttert eine kleine französische Gemeinde. Beim Campen wurde eine Familie bestialisch ermordet und nur die Mutter überlebte das unglaubliche Massaker an ihrem Mann und Sohn. Die Opfer wurden mehrfach gebissen und regelrecht zerfleischt. Der vermeintliche Täter: Ein riesiger, stark behaarter Mann, der scheinbar geistig zurückgeblieben ist. Obwohl ihn ein dunkles Geheimnis umgibt, will seine Verteidigerin nicht an die Schuld ihres Mandanten glauben. Bei medizinischen Tests gerät er jedoch völlig außer Kontrolle und hinterlässt ein blutiges Schlachtfeld. Erfüllt sich jetzt durch ihn die uralte Familien-Legende von der Rückkehr des Werwolfs?

Mit “Wer” wartet wieder ein Film auf den Zuschauer, der das wahre Ich des menschlichen Tieres offenbart und dessen Wutinstinkt. Wenn das Tier im Manne erst einmal geweckt ist, bricht "Wer" zu einem unglaublichen temporeichen und brutalen Film los. "Wer" ist definitv ein etwas anderer Werwolf-Film, der teilweise im Found Footage Stil agiert und zwischen dokumentarischen Bildern und realer Bildersprache wechselt. Der Film ist durchaus spannend, es gab auch einige Schock- und Splatterszenen, doch leider braucht der Streifen viel zu viel Anlauf um wirklich in Fahrt zu kommen. Anfänglich dann noch geheimnisvoll anmutend, mündet der Film in eine etwasflach daherkommende Geschichte, die zu dem Schluss kommt, dass wir es tatsächlich mit - welche Überraschung - einem Werwolf zu tun haben. Bis dieser Zeitpunkt allerdings erreicht ist, beschränkt sich der Film leider auf das zu unspektakuläre Geschehen, indem er der langweiligen investigativen Forschung nachgeht und diese überstrapaziert. Anfangs noch nimmt man die Spurensuche als spannendes Element hin, wird jedoch mit zunehmender Laufzeit schwer enttäuscht, da man außer mehr oder weniger gut geschrieben Dialogen und monotonen Ermittlungen nicht viel geboten bekommt. Das Chaos, was dann im Moment der Eskalation losbricht, lässt sich in Worten dann jedoch kaum beschreiben. Das Geschehen bekommt eine rasendes Tempo, die Wackelkamera wirkt in ihrem dokumentierenden Stil in den Actionszenen äußerst ästhetisch und die Wut reflektiert sich in blutigen Gewaltakten. Das entschädigt gut für den etwas lahmen Anfang.

6,5/10