Donnerstag, 22. Januar 2015

Kiss The Girls - ...denn zum Küssen sind sie da (1997)

http://www.imdb.com/title/tt0119468/

Ein geistesgestörter Entführer ist auf freiem Fuß und er sucht nach bildschönen und talentierten Frauen. Für den Detective aus Washington D.C., Dr. Alex Cross (Morgan Freeman), wird die Jagd persönlich, als seine eigene Nichte das nächste Opfer wird. Unterstützt von Kate McTiernan (Ashley Judd), dem einzigen Opfer, das dem flüchtigen „Sammler“ bis jetzt entkommen konnte, begibt sich Cross auf die verzweifelte Jagd nach dem Kidnapper, der sich selbst „Casanova“ nennt. Die Wälder sind voller Geheimnisse in diesem provokativen Thriller nach dem Bestsellerroman von James Patterson. Cross - ein Meister im Lösen von Unlösbarem - und die willensstarke McTiernan müssen unter Zeitdruck „Casanovas“ geheimes Versteck finden und die Nichte von Cross retten ... bevor es zu spät ist.

Der Film schwimmt irgendwie im  Fahrwasser von "Sieben". Er lebt von Spannung und diese ist von der ersten bis zur letzten Minute recht hoch. Mit zwei tollen Hauptdarstellern, auf der einen Seite die hübsche Ashley Judd als gequältes, aber auch sich befreiendes Opfer und auf der anderen Seite Morgan Freeman, der wie schon in Thrillern wie der schon angesprochene "Sieben" und "Im Netz der Spinne" Ruhe, Scharfsinn und Vertrauen verbreitet. Die Atmosphäre im Verließ, wo die Frauen für den Mörder in stimmungsvoller Umgebung unterhalten müssen vergisst man auch nicht so schnell. Die Spannungskurve zeigt in deutlich unterscheidbaren Stufen steil nach oben. Und wenn der Fall schon gelöst zu sein scheint, setzt Regisseur Gary Fleder noch einen drauf. Manche Hindernisse der detektivischen Ermittlungsarbeit werden recht zügig überwunden und sind quasi als Verschnaufer eingeschoben, aber das fällt nicht besonders ins Gewicht, denn die Handlung hetzt schon weiter.  Dabei ist dann letztlich der finale Rettungsschuss auch nicht nicht übel.

Wenn dieser Thriller dann lediglich einen großen Fehler macht, dann wohl den, dass jeder Zuschauer mit einem guten Gehör schon nach einer halben Stunde schon weiß, wer der Killer ist. Trotzdem ist der Streifen in jeder Hinsicht überzeugend, obwohl das Thema vom abartigen Frauenkiller nicht wirklich neu ist (auch 1997 schon nicht). Aber hier kann man die Ermittlungen gut nachvollziehen und ist mit Freeman stets auf der Höhe des Geschehens. Und auch der geschickte Schnitt enthüllt logisch was Sache ist, lässt Parallelen laufen und schafft Tempowechsel. Das passt.

7/10