Mittwoch, 1. Oktober 2014

What Lies Beneath - Schatten der Wahrheit (2000)

http://www.imdb.com/title/tt0161081/

Norman (Harrison Ford) und Claire Spencer (Michelle Pfeiffer) ziehen in ein luxuriöses Haus am See. Norman gibt sich seinem Job an der Uni hin, doch seine labile Frau bleibt allein im Haus zurück. Sie beobachtet die Nachbarn und bemerkt, dass sich Seltsames ereignet. Auch in ihrem eigenen Haus gehen bald mysteriöse Dinge vor sich: Türen öffnen sich wie von Geisterhand, Bilderrahmen gehen zu Bruch und Claire glaubt, eine Tote zu sehen. Sie stößt schließlich auf ein finsteres Geheimnis. Was versucht ihr Mann vor ihr zu verbergen?

Der Psychothriller, der sich in der ersten Dreiviertelstunde stark an „Das Fenster zum Hof„ anlehnt, entwickelt sich im weiteren Verlauf immer mehr zum Horrorthriller, ohne in übermäßige Brutalitäten abzugleiten. Dass der Film dabei mit fast 125 Minuten ziemlich lang ist und deswegen auch nur sehr langsam vorran schreitet steht außer Frage.

Was aber in einem anderen Film störend ins Gewischt fallen würde, ist hier gar nicht mal so schlimm. Der Film besitzt einen sukzessiven Spannungsaufbau, der in einer hervorragenden letzten halben Stunde seinen Höhepunkt erreicht. Dies liegt natürlich zum großen Teil an der tollen Michelle Pfeiffer die hier fast den kompletten Film auf ihren Schultern trägt. Aber auch Harrison Ford als Ehemann macht eine nicht minder gute Figur.  Da sieht man mal wieder was zwei richtig gute Schauspieler so ausmachen, wenn die Chemie zwischen beiden stimmt.

Natürlich ist aber auch Regisseur Robert Zemeckis sichere und profesionelle Regie immer allgegenwertig. Vielmehr braucht es überraschenderweise auch nicht um aus einem im Grunde 08/15 Thriller mit einer typischen und schon etliche male erzählten Geschichte einen spannenden Film zu machen: zwei gute Schauspieler, ein begabter Regisseur und jede Menge altbekannte Gruseleffekte. Auch Alan Silvestries Filmmusik, die sich stark an Bernard Herrmanns "Psycho"-Klängen orientiert, harmoniert ideal mit Zemeckis' handwerklich perfekter klassischer Thrillerinszenierung. Fertig ist ein in seiner Einfachheit überraschend altmodischer, guter und spannender Film!

7/10