Samstag, 25. Oktober 2014

Max Payne (Extended Director's Cut) (2008)

http://www.imdb.com/title/tt0467197/

Der New Yorker Drogen-Cop Max Payne (Mark Wahlberg) gerät bei dem Versuch, den Mord an seiner Familie aufzuklären, selbst unter Mordverdacht an seinem Partner. Er muss auf eigene Faust ermitteln, um sich zu entlasten. Auf seinem Rachefeldzug rutscht Max immer tiefer in einen Sumpf aus Drogen und Korruption. Nur die russische Auftragskillerin Mona Sax (Mila Kunis), die ebenfalls einen Mord rächen will, steht ihm noch zur Seite. Als sich Mächte erheben, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen, wird die Abrechnung mit den Mördern schließlich zum Kampf gegen den sprichwörtlichen Wahnsinn - und gegen eine Verschwörung von unfassbaren Ausmaßen ...

Videospieladaption können es schwer haben. Zum eine haben sie das Problem der eingefleischten und deswegen kritischen Fangemeinde - noch dazu, wenn es sich um ein so populäres und damals bahnbrechendes Spiel handelte - und zum anderen die Story. Letztere versucht der Film sogar annehmbar umzusetzen und auch die Optik weiß zu gefallen. Aber wie so oft schertert der Actionfilm an eben zu wenig Action. Der Look mag sich zwar an das Viedospiel anlehnen, mir persönlich ist er aber trotz bemüht-dreckiger Darstellung einfach immer noch zu sauber. Der "Sin City"-Look hätte hier einfach perfekt gepasst.

Zum Glück für den Film wurde nach dem brachialen Absturz an den Kinokassen extra für Blu-ray ein "Extended Director's Cut" hinterhergeschoben, welcher den Gewaltgrad wieder annähernd auf das Niveau der Spiele bringt - und damit den Film gleich um 2 Punkte nach oben hebt. Trotzdem ist es sicher kein Film, der jedem gefallen wird.

Mark Wahlberg gibt zwar einen recht guten Max Payne ab, welcher sich durch die ewige Dunkelheit, den Schnee und seine Depressionen durch New Yorks Unterwelt kämpft, aber Regisseur John Moore kann leider ohne Zeitlupen offenbar keine gute Action inszenieren. Und wenn, dann viel zu spät im Film. Dabei kommt es dann leider auch noch öfter zum Einsatz der sinnlosen "shaky cam", um irgendwie Spannung und Schwung in die Szene zu bringen. Und das geht voll daneben. Mit mehr Action, noch mehr Tiefgang und Spannung hätte man das geniale Ausgangsmaterial noch besser verarbeiten können. Aber so: schade, schade, schade...

6/10