Donnerstag, 21. August 2014

From Dusk Till Dawn (1996)

http://www.imdb.com/title/tt0116367/

Die beiden kriminellen Brüder Seth (George Clooney) und Richard Gecko (Quentin Tarantino) befinden sich nach einem blutigen Raubüberfall auf der Flucht. Ihr Ziel ist das angrenzende Mexiko, wo sie vor dem Zugriff der amerikanischen Polizei sicher sein werden. Den stark bewachten Grenzübergang passieren die Brüder mit Hilfe des Geistlichen (Harvey Keitel) samt dessen Kindern (Juliette Lewis und Ernest Liu), die die Geckos als Geiseln nehmen. Da Seth und Richard erst am nächsten Morgen von dem Unterweltboss Carlos (Cheech Marin) abgeholt werden, beschließen sie, in der Titty Twister Bar Rast zu machen, die From Dusk Till Dawn geöffnet ist. Den Geiseln versprechen sie die Freiheit, sobald Carlos sie abgeholt hat. Doch zu später Stunde entpuppen sich die anderen Barbesucher als blutgierige Kreaturen und die Fünf müssen sich als Gruppe beweisen, um diese Nacht zu überleben.

Ich weiß noch genau, dass ich diesen Film zum ersten Mal sah und ab eeiner gewissen Stelle dachte: "Was zur Hölle...?!" Ein ganz schön blutig beginnender Gangster-Roadmovie, welcher in der zweiten Hälfte zum noch brutaleren und splattrigen Vampir-Slasher wird. Unfassbar. Hatte ich das gerade wirklich gesehen? Regisseur Robert Rodriguez als Regisseur und Quentin Tarantino als Drehbuchautor/Darsteller zünden hier ein wahrhaftiges Feuerwerk der puren Coolness. Jede Szene ist absolut einzigartig und auch insgesamt verdient sich der Film damit auch seinen Kultstaus.

Ein verdammt durchgeknalltes Meisterwerk (und das muss man hier echt schon sagen): Quentin Tarantino und George Clooney passen als Gangsterbrüder wunderbar zusammen und haben eine unschlagbare Chemie. Doch auch die anderen Darsteller von Harvey Keitel und Juliette Lewis über Selma Hayek bis hin zu Danny Trejo haben hier absoluten Spaß an ihrem Handwerk. Selbst Tom Savini, der alte Splattereffektmacher hat einen genialen Auftritt als Sex-Machine. Doch den Vogel schießt immer noch Tarantino mit seinem Mörder-Drehbuch ab!

Santanico Pandemonium: "Willkommen in der Sklaverei!" - Seth Gecko: "Nein danke, ich war schon mal verheiratet".

Ich habe mich (bei der Erstsichtung) am Ende des Films echt gefragt, wann mich zum letzten Mal ein Streifen derartig überrascht und so gut unterhalten hat und musste ernüchternd feststellen, dass das echt schon lange her war. Obwohl man sicher sagen könnte, dass die zweite Hälfte des Films arg trashig ist, so macht trotzdem noch jedes einzelne Metzeln enormen Spaß. Und das auch wenn den Film zum vierten, fünften oder zwanzigsten Mal anschaut. Der geht fast immer.

Komplett überspitzte Charaktere und geniale Effekte machen diesen Film einzigartig. "From Dusk Till Dawn" ist einfach nur ein genialer Film ohne Ansprüche und ohne Kompromisse, er ist satirisch und actiongeladen, Klischees werden schamlos ausgenutzt und selbst ohne wirklich tiefgreifende Handlung ist er so komplett wie er nur sein könnte. Wie schon "Planet Terror" hat dieser Film überhaupt nicht den Anspruch eine wirklich tiefergehende oder gar philosophische Handlung haben zu wollen. Er will nur eins: unterhalten. Und das kann er. Das kann er nahezu perfekt.

Er ist was er ist und das was er ist, ist einfach nur genial. Robert Rodriguez zeigt mit diesem Streifen der Welt wie unterhaltsame Filme auszusehen haben, keine Sekunde langweilig, Charakterstark und definitv unvergesslich. Grandios. Einer meiner Lieblings-Kultfilme.

8,5/10