Dienstag, 12. August 2014

Bruce Almighty - Bruce Allmächtig (2003)

http://www.imdb.com/title/tt0315327/

Als Klassenclown der Nachrichtensendung Channel 7 Eyewitness News, fühlt sich Bruce Nolan (Jim Carrey) dazu verdammt immer nur die zweite Geige hinter dem aalglatten Reporter Evan Baxter (Steve Carell) spielen zu müssen. Als dieser nun auch noch die Nachfolge des bisherigen Anchorman der Haupt-Nachrichtensendung antritt, rastet Bruce vor laufenden Kameras aus. Ein folgenschwerer Fauxpas, der ihn letztendlich den Job kostet. Wer der Sündenbock für all diese Rückschläge in Bruces’ Leben sein soll, steht für diesen außer Frage: Gott. Von Bruces ‘Alles was du kannst, das kann ich viel besser’-Mentalität provoziert, tritt Gott (Morgan Freeman) also höchstpersönlich in Erscheinung und segnet Bruce mit der göttlichen Allmacht – zumindest für eine Woche. Von diesem zweifelhaften Segen beflügelt, drückt ihm die Krone rasch auf die Schädeldecke. Und nachdem der unheilvolle Messias sein göttliches Zuständigkeitsgebiet rasant gen Apokalypse führt, ist es nur eine Frage der Zeit bis Bruce sich wieder zurück auf den Boden der Tatsachen wünscht.

Der Film ist richtig schön amüsant und macht auch Spaß zu schauen. In der Regel mag ich Jim Carrey und seinen Anarchohumor auch gern sehen und selbst die Idee dahinter ist richtig genial. Nur zwei Probleme hat diese spritzige und unterhaltsame Komödie für mich: zum einen ist der gute Jim Carrey meiner Ansicht nach hier einfach schon ein bisschen zu alt um noch den Kasper zu spielen (vor allem weil er bis dato durch Filme wie "The Truman Show" und "Number 23" durchaus gezeigt hat, dass er mehr als nur Grimassen ziehen kann, wenn man ihn lässt ) und zum zweiten wurde für mich die Idee nicht konsequent genug ausgenutzt und gegen Ende leider ein Stück zu ernst. An und für sich also insgesamt schön umgesetzt, aber das Tempo des Films wird ab einem gewissen Punkt einfach zu niedrig.

Herausgerissen hat es für mich aber ein genialer Steve Carrell, der in seiner Nachrichten-Szene Jim Carrey locker die Show gestohlen hat, weil er das mit so einer konsequent stoischen Miene gebracht (selbst in den auf der Scheibe enthaltenen Outakes) und natürlich der immer sehenswerte Morgan Freeman, der einen unglaublich sympathischen Gott spielt. Jennifer Ansiton spielt routiniert, aber auch etwas zu steif.

Diese zwei Aspekte haben diese eigentlich sehr mainstreamige Komödie für mich noch etwas über den Durchschnitt gehoben und machen diesen Film daher für mich trotzdem noch zu einem absolut unterhaltsamen Vergnügen. Bestimmt kein Meisterwerk, aber definitiv gut genug für gute 90 vergnügliche und amüsante Minuten.

7/10