Freitag, 4. Juli 2014

American Pie: Wie ein heißer Apfelkuchen (Unrated) (1999)

http://www.imdb.com/title/tt0163651/

Vier Freunde an der Highschool und alle vier sind noch sexuell unberührt – darum geht es im groben in American Pie – Wie ein heißer Apfelkuchen. Jim (Jason Biggs), Kevin (Thomas Ian Nicholas), Oz (Chris Klein) und Finch (Eddie Kaye Thomas) schließen einen Pakt: Sie müssen bis zum Abschlussball ihre Unschuld verlieren. Ganz so leicht wie es klingt, ist es für die vier dann doch nicht und sie müssen einen Rückschlag nach dem anderen hinnehmen, während der Abschlussball immer näher rückt.

Sehr gelungener Einstieg in die mittlerweile vier (gute) Teile umfassende "American Pie"-Saga. 1999 entstand eine Komödie die quasi als Vorlage für eine ganze Reihe ähnlicher Filme und insgesamt bisher drei gelungener Fortsetzungen gelten darf. In "American Pie" geht es um genau das was Jugendliche auf dem Weg zum Erwachsenwerden wahrscheinlich am meisten beschäftigt. Das "erste Mal" und Sex im allgemeinen. Eigentlich ein typisches Teeny-Komödien-Thema, wie zuletzt in "Eis am Stiel", aber irgendwie auch so erfrischend neu und in die heutige Zeit mit dem nötigen "Unter-der-Gürtellinie"-Humor und Fremdschäm-Momenten gebracht, dass es einfach passt.

Damit ist die Story auch schon mehr als ausführlich erzählt und ichüübertreibe nicht,  wenn ich sage, das die schauspielerischen Leistungen wohl nicht unbedingt preisverdächtig sind. Drei Dinge machen "American Pie" allerdings zu einem wirklich guten Film. Zum einen die durchaus gelungenen Gags, zum anderen der rockige Soundtrack und vor allem die absolut liebenswerten und einigermaßen gut ausgearbeiteten Charaktere mit ihren Ecken und Kanten. Die Unrated Version ist etwas zeigefreudiger als die Kinofassung und bietet neben ein paar mehr Kraftausdrücken auch etwas mehr blanke Haut und explizite Szenen. Diese machen den Film aber auch nicht schlechter, sondern sorgen maximal für den einen oder anderen Schmunzler mehr.

An den "American Pie"-Filmen scheiden sich natürlich die Geister. Die einen sehen in ihnen nur schwachsinnige und niveaulose Sex-Komödien, andere wiederum erkennen eine witzige Herangehensweise an die oben genannten Themen und erfreuen sich an den Figuren und ihren Eigenheiten. Es dürfte jedem klar sein, dass ich mich zu der zweiten Fraktion zähle.

8/10