Sonntag, 22. Juni 2014

Trance - Gefährliche Erinnerung (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1924429/

Kunstauktionator Simon (James McAvoy) verbündet sich mit einer Bande von Kriminellen, um ein millionenschweres Kunstwerk zu stehlen. Nachdem er bei dem Raub einen Schlag auf den Kopf erleidet, gibt es für Simon jedoch ein böses Erwachen: Er kann sich nicht daran erinnern, wo er das Gemälde versteckt hat. Als Drohungen und Folter erfolglos bleiben, heuert der Anführer der Bande (Vincent Cassel) eine Hypnotherapeutin (Rosario Dawson) an, um in den Untiefen von Simons Psyche zu wühlen. Als sie immer tiefer in sein angeschlagenes Unterbewusstsein eindringt, wird das Spiel immer gefährlicher - und die Grenzen zwischen Begehren, Realität und hypnotischer Suggestion verschwimmen...

Gestatten? Danny Boyle. Wenn man mal wieder so richtig geflasht werden möchte: der Herr ist genau der richtige für diesen Job. Er schafft es einfach immer, dass man am Ende einer seiner Filme mit offenem Mund da sitzt und sich denkt "Wie hat er das nur geschafft und vor allem: wie konnte es eigentlich so weit kommen?". Genau so ist sein neuester Streich "Trance". Es gibt ja Filme, bei denen entscheidet man ja innerlich nach 5-10 Minuten, ob man sich auf den Streifen einlassen möchte oder eben nicht. Bei "Trance" sind allein schon die ersten drei Minuten so unglaublich interessant und spannend, dass sich diese Frage gar nicht mehr stellt. Man wird in ein raffiniertes Verwirrspiel geworfen und weiß bald selbst nicht mehr, wem man jetzt eigentlich noch trauen kann, was ist Realität, was Fiktion oder Suggestion? Und so hält einen der Film bis zur sehnlichst erwartenden Auflösung bei der Stange, hat zwar ein paar kleinere Längen, fährt dann aber noch einmal alles auf und lässt am Finale die Bombe platzen! Die Musik, die das Schauspiel untermalt kurbelt die Lust am Zusehen auch noch weiter an, presst einem förmlich die Luft aus den Lungen (Danke an UNKLE, Moby und Rick Smith) und lässt am Ende im wahrsten Sinne des Wortes die Kinnlade herunterklappen. In all dem (positiven) Wirrwarr versuchen neben dem Zuschauer James McAvoy, Vincent Cassel und Rosario Dawson den Durchblick zu behalten und machen dabei eine sehr gute schauspielerische Figur dabei. Ein wahnsinnig genialer Mindfuck-Film. Großartig, berauschend, faszinierend, genial. Danke!

8/10