Freitag, 20. Juni 2014

Hostel: Part II - Hostel 2 (Unrated) (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0498353/

Die Fortsetzung des sensationell erfolgreichen Horrorhits knüpft nahtlos an und begibt sich auf die Spur von drei jungen Amerikanerinnen, die während des Sommersemesters in Rom Kunst studieren. Bei einem Wochenendausflug nach Prag werden sie von einer Freundin zu einer Umleitung überredet und in das berüchtigte slowakische Hostel gelockt. Schon bald erfahren sie das düstere Geheimnis dieses Ortes äußerst schmerzhaft am eigenen Leib - und erleben die Hölle auf Erden...

Wie geschrieben: die Geschichte geht direkt da weiter, wo sie im ersten Teil aufhört und da bekam man dann direkt schon den ersten Schocker geliefert, der mit Paxton aus dem Vorgänger zusammenhängt. Pluspunkt. Dieselben Schauspieler. Pluspunkt. Der Anfang hat es damit schon sehr in sich, da hier eine große Spannung aufgebaut wird, die "dieses Gewerbe" richtig bedrohlich erscheinen lassen. Leider bremst die darauffolgende Story die Fahrt des schnell gestarteten Zuges etwas aus, bevor es dann - wie schon im Teil zuvor - mit einem Schlag los geht.

Ansonsten muss man schon sagen, dass Regisseur Eli Roth ein fauler Hund ist. Im Prinzip handelt es sich nämlich um dieselbe Story - wie aus dem Vorgänger bekannt - nur eben dieses Mal mit jungen Frauen. Was prinzipiell okay ist, einem aber irgendwie schon nach Ideenlosigkeit aussieht. Doch dann gibt es da hier und da ein paar neue Kleinigkeiten, die einen versöhnlich stimmen. Man bekommt beispielsweise einen Einblick in die Sichtweise der Folterknechte. Auch die Folterszenen und allgemein diese ganze Geschichte ist nach wie vor richtig krank und vor allem geizt sie wieder einmal nicht mit sehr zeigefreudiger Gewalt. Letztlich aber, und das macht den perfiden Reiz des neuen umstrittenen Werkes aus, führt das konsequente Bedienen der scheinbar unvermeidlichen "höher, schneller, weiter"-Schiene hier auch zu einem neuen Filmerlebnis, das all das zu halten vermag, woran der Vorgänger noch scheiterte: "Hostel: Part II" gibt sich nicht mehr mit der Reproduktion gängiger Klischees zufrieden, sondern überspitzt sie - und das passt ein klein wenig besser.

"Hostel: Part II" ist generell nicht ganz so gut wie der kontroverse Vorgänger, aber auch nicht viel schlechter. Unnötig ist er auf keinen Fall, da er neue Ansichtsweisen und einige (für das Genre) interessante Ideen mit sich bringt. Aber wie schon beim Ersten gilt auch hier: "Wer es nicht mag, Hände weg!"  

6,5/10