Samstag, 21. Juni 2014

Homefront (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2312718/

Seiner Vergangenheit kann keiner so schnell entkommen, das muss auch Ex-Agent Phil Broker (Jason Statham) schmerzlich feststellen: Nach dem Tod seiner Frau zieht er zusammen mit seiner Tochter Maddy (Izabela Vidovic) in eine Kleinstadt, um seine Arbeit in einer Drogenbekämpfungsbehörde hinter sich zu lassen. Doch der Zufall will es, dass Maddy in der neuen Schule ausgerechnet vom Neffen von Gator Bodine (James Franco), dem hiesigen Drogenboss, drangsaliert wird. Da sie sich aber gekonnt mit Schlägen wehrt, bleibt die Sache nicht ohne Folgen. Gator will Broker nun Angst einjagen und durchsucht sein Haus. Ihm wird schnell klar, dass Broker ein Agent in der Drogenbekämpfung war und sieht nun sein eigenes Imperium in Gefahr. Mit einer Privatarmee rückt er gnadenlos gegen Broker vor, der nicht nur seine Tochter schützen muss, sondern auch der Stadt Beistand leistet. Als dann aber Maddy entführt wird, kennt Broker kein Erbarmen und versucht Gator das Handwerk zu legen.

Eigentlich gibt es nicht viel worüber man sich bei diesem Film beschweren kann, schließlich sollte man inzwischen wissen was man zu erwarten hat, wenn man einen Jason Statham-Film schaut. Auch das Drehbuch von Stallone hatte mich auf den Film sehr gespannt gemacht. Und so ist auch "Homefront" im Grunde exakt dass was man bestellt hat, denn Jason Statham prügelt sich kreuz und quer durch die 100 Minuten, auch wenn es sich hier eher um einen Thriller mit ein paar Action-Einschüben handelt als um einen richtig krachenden Actioner. Die Actionszenen sind schick und deftig umgesetzt, aber insgesamt eben zu rar gesäht. Klar, klischeemäßig ist alles vertreten und sicher so schon tausendmal dagewesen. Dies stört mich allerdings nur wenig, wenn das ganze dann vernünftig umgesetzt ist - und das ist es, denn hier kam keine Minute Langeweile auf.

Der große Reiz des Films bestand sowieso viel mehr am Coup James Franco als Antagonisten zu sehen und der Mann enttäuscht mich einfach nicht. Er spielt die Rolle des Drogendealers mit den großen Ambitionen einfach so grandios, dass es schwer fällt, nicht lieber auf seiner Seite zu stehen statt auf Stathams. Kate Bosworth und Winona Ryder machen ihre Sache ordentlich und selbst Stathams Filmtochter kann überzeugen. Schade ist nur, dass sich Stallone als Drehbuchautor praktisch nichts getraut hat und so das vorhandene Konfliktpotential zwischen den durchaus interessanten Figuren beinahe völlig unausgeschöpft lässt. Dadurch bleibt der großartige James Franco ein wenig zu sehr an der Leine angebunden, zudem ist der Handlungsfluss zu arm an Action und Tempo. Insgesamt also en grundsolider Actionfilm, sicher kein Meisterwerk, aber auch ganz sicher einer der besseren Vertreter des Genres - und vor allem der letzten Zeit.

7/10

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