Donnerstag, 17. April 2014

Savaged (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2378453/

Gequält, vergewaltigt und abgestochen wie ein Stück Vieh - das Leben der hübschen Zoe endet grausam. Brutale Rednecks haben sie überfallen und nachdem sie ihren Spaß mit ihr hatten, verscharren sie Zoe in der Wüste. Dort findet ein Schamane die junge Frau. Er spürt noch einen winzigen Funken Leben in dem zerschlagenen Körper und versucht, sie mit einem heiligen Ritual zurück zu holen. Aber mit Zoe erwacht der Geist eines sehr zornigen Apatschen in ihrem Körper. Der Krieger wurde einst von einem Vorfahren der Rednecks ermordet und brennt nun darauf, im Blut seiner Feinde zu baden. Das Mädchen und der Krieger verbreiten bald nackte Angst. Aber ihre Rache ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn Zoes Körper verwest schnell ...

Definitiv kein typischer "Rape'n Revenge"-Movie. Zum einen ist (das ist noch nichts ungewöhnliches bei solchen Streifen) der ganze Auftakt zum Geschehen "nur" angedeutet und weit weniger intensiv-verstörend wie bei anderen Genrevertretern alá "I Spit On Your Grave", zum anderen ist die Protagonisten hier dieses Mal tatsächlich tot und bereits auf dem Weg auf die andere Seite, als sie von einem alten Indianer in der Wüste zufällig entdeckt und wiederbelebt wird. Diese übernatürliche Geister-/Zombiehafte Komponente versucht zwar dem Genre einen neuen Touch zu geben, aber es drängt sich die Frage nach dem Sinn dieser Idee auf. Als ob es nicht reichen würde, zu zeigen, wie das Opfer sich rächt. Zumindest geht es aber in dem Streifen relativ schnell und vor allem sehr splattrig zur Sache und das anfängliche Mauerblümchen wird schnell zur Gedärme herausreißenden, um sich tretenden und alles zerschneidenden Furie, die sich auch an all ihren Peinigern und deren Familien so richtig "schön" austoben kann.

Dabei erinnert der Look des Films eher an einen B-Movie - und so kommt auch der ein oder andere Effekt rüber - doch zumindest die Protagonistin ist mit Amanda Adrienne gut besetzt und stimmt diesbzüglich versöhnlich. Alle anderen Figuren - insbesondere der Freund und ein paar der Täter - wirken wie aus einem Heim entsprungen und sondern teilweise entsetzlich dümmliche Monologe ab. Vermutlich muss das aber so sein, um die Dummheit derer noch doppelt und dreifach zu unterstreichen. Untermalt wird das ganze von Horrorfilm-typischen Soundsamples und rockige Hillbilly-Country-Musik, die zum Glück nicht überhand nimmt und zu den Szenen auch relativ gut passt.

"Savaged" ist also ein solider Vertreter seiner Zunft, defintiv kein Kandidat für die Spitze, aber eine blutreiche Rachestory mit durchaus Erinnerungswert und sogar Wiedersehensfaktor.

6,5/10