Dienstag, 22. April 2014

Resident Evil (2002)

http://www.imdb.com/title/tt0120804/

In einem geheimen Genforschungslabor der Umbrella Corporation wird bei einem biochemischen Unfall ein tödliches Virus freigesetzt. Sämtliche Mitarbeiter werden von dem mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten internen Zentralcomputer, Red Queen, per Nervengas eliminiert – um wenig später als mörderische Zombies wieder aufzuerstehen. Um die Verbreitung des Virus aufzuhalten, wagt sich ein Spezialkommando in die Katakomben. Angeführt wird das Team dabei von den Kampfbräuten Alice (Milla Jovovich) und Rain (Michelle Rodriguez). Alice ist als einzige Überlebende des tödlichen Vorfalls die entscheidende Waffe gegen den verheerenden Outbreak. Ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen eine Horde wildgewordener fleischfressender Untoter und Mutanten, beginnt.

Und das Endergebnis war zwar kein Kracher, aber immerhin ein Film, der so was wie ein Stückchen Unterhaltung zu bieten hatte. Storytechnisch orientiert sich der Streifen nur grob an seiner Videospielvorlage, die ich nur wenig kenne. Wenige Details wurden übernommen und einige Eigenidee hinzugefügt. In den ersten Minuten gelingt es dem Film sogar, die Atmosphäre des ersten Games einzufangen. Allerdings auch nur wirklich ein paar Minuten. Den Rest der Laufzeit präsentiert Regisseur Paul W.S. Anderson einen Action-Horror-Streifen, der kurzweilige und stellenweise eben auch gute Unterhaltung bietet. Um den Zuschauer auch bei der Stange zu halten, wurden ebenfalls einige nette Schockmomenten integriert, die aber ab einem gewissen Zeitpunkt etwas nerven. In Sachen Schauspieler bekleckert sich "Resident Evil" nicht gerade mit Ruhm, was man aber Angesichts des Genres auch kein Problem ist und man doch noch verschmerzen kann. Milla Jovovich wirkt in ihrer Rolle als Hauptfigur Alice noch etwas zögerlich, Michelle Rodriguez als knallhartes und taffes SWAT-Mitglied hingegen sorgt für einige coole Sprüche und hat ihrer Rolle besser unter Kontrolle.

Nicht sonderlich gute Arbeit hat auch die Spezial Effekt- Abteilung zu verbuchen. Die Effekte sehen nicht immer gut aus und auch das Zombie-Make-Up überzeugt nur bedingt. Zwar wurde sich im Bereich Spezial- Make-Up-Effekt ein Beispiel an Romero’s "Dawn Of The Dead" genommen, nur leider nicht ganz mit der nötigen Raffinesse. Als Fan schöner Zombie-Attacken vermisst man auch schmerzlich die deftigen Bluteinlagen, die hier eindeutig zu kurz kamen.

"Resident Evil" ist im Gesamtbild sicher keine extrem gut gelungene Videospieladaption oder ein einwandfreier Zombiefilm. Dafür ist er aber ein recht kurzweiliger, rasanter Action-Horrorfilm, mit coolem Soundtrack und spannender Story - mit kleinen Defiziten im Handwerk.

7/10

Von CONSTANTIN FILM erschienen alle Teile in einem schicken DigiPak. Dies beinhaltet neben den 2D-Versionen auch die (auch so schon erhältlichen) 3D-Versionen der letzten drei Teile.