Dienstag, 11. März 2014

[KINO] 300: Rise Of An Empire 3D (2014)

http://www.imdb.com/title/tt1253863/

"300: Rise Of An Empire" handelt der Seeschlacht von Artemisium, die im August 480 v. Chr. zeitgleich zur berühmten Schlacht bei den Thermopylen stattfand, die das Zentrum von Zack Snyders "300" bildete. Leonidas und seine Spartaner sind bei 300: Rise Of An Empire nicht zu sehen. Dafür zeigt Persekönig Xerxes (Rodrigo Santoro), wie aus ihm der Götterkönig wurde, der später auf Leonidas trifft. Gegen ihn und sein Persisches Heer kämpft Themistokles (Sullivan Stapleton), der mit einer zahlenmäßig weit unterlegenen griechischen Flotte eine Armada von 1200 persischen Schiffen aufhalten muss. Diese steht unter dem Kommando von Xerxes’ blutrünstiger Admiralin Artimisia (Eva Green). Vor der Griechischen Küste kommt es schließlich zur entscheidenden Seeschlacht, die den weiteren Verlauf der persischen Invasion im antiken Griechenland vorbestimmen sollte...

So, und nun sind knapp 100 Minuten griechisches Gemetzel vorbei und ich komme mit einem zwiespältigen Gefühl aus dem Kino. Einerseits wurde ich gut unterhalten und der Film ist tatsächlich zu keiner Minute langweilig, oder weist sogar eklatante Längen auf, die einen nervös auf die Uhr schauen lassen: Pluspunkt. Der Wow-Effekt, den noch der erste Teil innehatte ist weg; die Zeitlupensequenzen in den Kämpfen sind vorhanden, hat man aber so schon gesehen und auch das epische Schlachtgetümmel, in der besonders die eine Sequenz mir immer noch im Gedächtnis blieb, in der König Leonidas mit Schwert, Schild und Speer quasi durch die Perser geht, ist actionreicheren, aber dafür leider unübersichtlichen Kämpfen gewichen: Minuspunkt. Eva Green als Artmeisia nackig: Pluspunkt. Nebenbei ist auch noch ihr Schauspiel als Kriegsherrin herrlich böse und hinterhältig.

Es ist schwer, den Film zu bewerten, wenn man den grandiosen "300" noch im Gedächtnis hat. Auch geschichtlich stimmt hier - im Gegensatz zum Vorgänger - rein gar nichts mehr. Ich bin nicht der Geschichtsexperte, aber ich erinnere mich dennoch dunkel an die persischen Kriege, wie sie in Büchern oder im Unterricht beschrieben wurden. Ich will damit nicht sagen, dass der Vorgänger einhundertprozentig der Geschichte folgt. Aber hier hat man das Gefühl vor einem Konstrukt zu sitzen, der genauso eingepasst wurde, dass es dem Zuschauer gerade auch möglichst reißerisch vermittelt wird. Dabei gibt es sehr schöne Ansätze und man hat - aufgrund der parallel zum ersten Teil laufenden Handlung - immer wieder Szenen aus dem Erstling, die sich heimisch anfühlen: Pluspunkt.

Dennoch fällt "Rise Of An Empire" ein wenig hinter "300" zurück. Es fehlt der gewisse Kick, das gewisse Etwas. Es ist auch der Soundtrack von Junkie XL, der im Hintergrund mitplätschert und kein eingängiges Thema aufweisen kann. "Rise Of An Empire" ist auch düsterer, dunkler, mystischer ohne dabei alle Ansätze - die es durchaus gibt - auszunutzen. Gerade wenn so ein Ansatz kommt und man denkt sich "Boah, was?" - wird dieser sanfte Keimling gleich wieder von einer schweren Sandale zertreten. Vielleich waren auch meine Erwartungen auch viel zu hoch gesetzt, aber ein wenig Enttäuschung macht sich - wie bei so vielen Fortsetzungen - breit. Dennoch: "300: Rise Of An Empire" ist ein unterhaltsamer und doch noch guter Film, der aber auch das 3D nicht wirklich benötigt.

7/10

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