Mittwoch, 12. März 2014

Harry Potter & The Prisoner Of Azkaban - Harry Potter und der Gefangene von Askaban (2004)

http://www.imdb.com/title/tt0304141/

Aus Versehen bläst Harry Potter (Daniel Radcliffe) seine Tante Magda (Pam Ferris) auf und lässt sie durch den Nachthimmel schweben. Die Rückkehr in die Schule für Hexerei und Zauberei wird ihm dadurch erschwert. Nach einer turbolenten Reise ins neue Semester scheint sie Welt jedoch wieder in Ordnung. Natürlich abgesehen vom Verbecher Sirius Black (Gary Oldman), der aus dem Gefängnis Askaban fliehen konnte und nun frei herumläuft. Doch Harry und seine Freunde Ron Weasley (Rupert Grint) und Hermine Granger (Emma Watson) müssen sich auf ihren Unterricht konzentrieren und begegnen Irrwichten, Hippogreiffen und sogar den Wächtern von Askaban, den Dementoren. Mit dabei der nette neue Lehrer, Professor Lupin (David Thewlis) und die alltäglichen Schikanen von Professor Snape (Alan Rickman). Als Harry jedoch herausfindet, dass der Todesser Sirius Black in den Mord an seinen Eltern verwickelt war, nimmt er sich vor den Zauberer zu töten.

"Harry Potter und der Gefangene von Askaban"... hier scheiden sich die Geister. Für den einen ist es der beste Film der Reihe, für den anderen der schlechteste. Ich bewege mich da irgendwo mittendrin, denn einerseits ist der Streifen wirklich gut und auch nah an der Buchvorlage, aber irgendwie fehlt mir auch etwas. Vielleicht ist es mir auch ein wenig zu düster, wer weiß. Mir persönlich gefiel allerdings das Buch sehr gut und auch der Film enttäuschte mich im Grunde in keinster Weise, auch wenn er nicht ohne kleinere Schwächen auskommt.Ich finde es so traurig, dass Richard Harris, der den "Albus Dumbledore" der beiden Vorgänger spielte, diesen Teil nicht mehr erlebte und durch Michael Gambon ersetzt werden musste. Gambon macht seine Sache zwar gut, ihm fehlt aber eindeutig die Ausstrahlung, die Harris in dieser Rolle so sympathisch machte.

Ich kann - wie schon geschrieben - aber auch den Unmut verstehen, dass beispielsweise die Geschichte des "Rumtreibers" im Film eine gigantische Logik-Lücke darstellt und es unerklärt bleibt, woher Lupin eigentlich weiß wie die "Karte des Rumtreibers" funktioniert. Als Buchleser weiß man das natürlich, aber der Film allein erklärt dies nicht, weshalb ich ihm in der Wertung auch einen halben Punkt abgezogen habe. Regisseur Alfonso Cuarón versuchte dennoch sichtlich den Inhalt des Buches konsequent zur Schau zu stellen. Es ist ihm auch durchaus gelungen die bedrohliche Stimmung die beispielsweise die "Dementoren" verbreiten perfekt umzusetzen. Schon dieser Teil weist einige düstere Szenarien auf, alles wirkt sehr atmosphärisch. Selbst Hogwarts kann sich wieder voll und ganz sehen lassen!

Aber der Werwolf - hm. Nunja. Ja, ich stelle mir einen Werwolf auch wenig anders vor. Aber mal ehrlich - schlimmer als das Einhorn, das im ersten Film im "Verbotenen Wald" herumliegt, sieht dieser Werwolf nun auch nicht aus. Ansonsten kann man noch ankreiden, dass es furchtbar unecht wirkt und zudem noch schlecht geschauspielert ist, wenn Harry weint, nachdem er erfahren hat, was Sirius Black seinen Eltern angetan hat. Ich hätte ihn sicher auch diese Szene noch einmal und noch einmal spielen lassen, bis der Junge aus Frust wahrscheinlich wirklich zu weinen angefangen hätte. Daher ärgert mich hier etwas der fehlende Drive, der ion den beiden Vorgängern noch vorhanden war

Gut gefallen haben mir insbesondere die Atmosphäre des Films, die immer wieder auf die Wichtigkeit der Zeitthematik hinweist, nicht nur auf den letzten Teil des Films, sondern auch auf das Heranwachsen der Protagonisten. Bleibt natürlich nur noch die Zeitreise an sich, die man allerdings weder im Buch noch im Film allzu sehr hinterfragen sollte. Das ist immer ein so schwieriges physikalisches und philosophisches Thema, das auch in dieser Geschichte nur an der Oberfläche funktioniert und lieber nicht weiter hinterfragt werden sollte, wenn man nicht sonderlich darauf erpicht ist, in ein bodenloses und sich immer mehr verwirrendes Fragenloch zu stürzen.
Mein Fazit bleibt eigentlich auch, dass ich Cuarón sehr gern noch etwas länger im Regiestuhl von "Harry Potter" sitzen gesehen hätte.

7,5/10

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