Dienstag, 28. Januar 2014

War Of The Worlds - Krieg der Welten (2005)

http://www.imdb.com/title/tt0407304/

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von H.G. Wells, handelt "War Of The Worlds" von einer Invasion der Erde durch Außerirische. Die Menschheit wird von einer Macht unterwandert, die ihr technologisch weit überlegen ist. Das Motiv: die minutiöse Planung einer Invasion, die alles Leben attackieren soll. Währenddessen geht der Alltag hier seinen gewohnten Gang. Die Ferriers, eine typisch amerikanische Familie, genießen ihr gutbürgerliches Dasein. Es könnte immer so weitergehen. Stünden sie nicht plötzlich einem eiskalten Feind gegenüber, der keine verletzliche Seite zu haben scheint. Ist die Zeit der menschlichen Zivilisation abgelaufen? Den Ferriers wie der gesamten Menschheit bleibt nur noch das Prinzip Hoffnung. Sie wissen, dass sie in den Krieg der Welten ziehen müssen. Doch sie wissen auch, dass ihre Chance, die größte Schlacht der Geschichte erfolgreich zu schlagen, verschwindend gering ist.

Schlecht ist die Neuverfilmung von Steven Spielberg keinesfalls. Aber sie ist auch weit davon entfernt ein Meisterwerk zu sein: die etwas vernachlässigte Charakterzeichnung und leider daraus resultierenden unsympathischen Hauptprotagonisten, mit denen man einfach nicht warm werden will. Ein etwas kriegsgeiler Sohn, eine ständig herumschreiende Tochter und ein absoluter Versager als Vater sind eben nicht gerade dienlich um das Publikum zum mitfiebern zu bewegen. Auch hat Regisseur Steven Spielberg sich bei diesem düsteren Film keinen Gefallen getan mal wieder sein schwülstiges und übliches Happy End dranzupappen. Ein düstereres Ende hätte weitaus besser gepasst und wäre auch konsequenter - wenn auch außerhalb von Spielbergs Norm - gewesen.

Trotz der unsympathischen Charaktere, kann man aber den Schauspielern keinen Vorwurf machen. Alle machen ihre Sache überzeugend. Ansonsten hat der Film auf seiner Habenseite tolle Bilder und spektakuläre Effekte. Zumindest der erste Angriff der Aliens ist tricktechnisch bombastisch inszeniert. Auch mangelt es nicht an Spannung und selbst soundtechnisch überzeugt der Film. Das dröhnende Geräusch der Tripods geht einem durchaus in Mark und Bein rein und lässt das Wohnzimmer erbeben. Die düstere und unbehagliche Atmosphäre wurde gut eingefangen und hat ein hübsches Endzeitszenario geboten und zu guter Letzt gefiel mir auch der Ansatz des Films ganz gut, nämlich die ganze Handlung aus der Sicht einer einfachen, aber kaputten Familie zu zeigen, die in dieser Situation schlicht um's Überleben kämpft. Endlich mal ein Streifen, der nicht aus der Sicht des heroischen Militärs heraus agiert, welches die Invasoren in die Flucht schlägt.

Alles in allem kann man sagen das der Film durchaus solide und passable Unterhaltung bietet und hätte man vielleicht etwas mehr Zeit in die Charakterentwicklung gesteckt, hätte aus dem Film ein richtig gutes Science Fiction-Katastrophen-Endzeit-Drama werden können. Aber so ist gerade noch ein ordentlicher, solider Film bei rausgekommen. Ein Wermutstropfen: Dakota Fanning ging mir mit ihrer klugscheißerischen Art und ihrem permanenten Geschrei ganz schön auf den Nerv.

6,5/10

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