Dienstag, 21. Januar 2014

Serial Mom (1994)

http://www.imdb.com/title/tt0111127/

Beverly Sutphin (Kathleen Turner) hat in ihrem Leben eine wunderbare Harmonie gefunden. Sie schafft es, daß alles wie eine geölte Maschine läuft: Sie ist glücklich mit ihrem Mann, hat immer ein offenes Ohr für ihre Teenager- Kinder und hat für jeden Mitmenschen die richtige Antwort parat. Doch wehe, irgend jemand versucht, den trauten Familienfrieden zu stören. Der kleinste Anlaß stürtzt sie sofort in eine mörderische Wut. Egal ob Lehrer oder Nachbarin: Mama greift zu Schere, Schürhaken und Fleischermesser.

Tja, die Story ist schön abgedreht, fast eine Parodie auf die Medien, auf die bösen Serienkiller und auf alles andere was noch so in gemalten Vorstadtidyllen passieren kann. Recht einfach gehandhabt eben: Die freundlich wirkende, liebevolle und brave Vorstadt-Hausfrau Beverly ist die perfekte Mutter, doch verteidigt sie ihre Familie mit allen Mitteln und macht kurzen Prozess mit allen, die ihrer Familie Böses wollen oder eben nicht in ihr Weltbild passen. Kathleen Turner ist eine teuflisch gute, immer lächelnde und dabei abgrundtiefe böse und irgendwie auch schizophrene Mörderin/Hausfrau. Herrlich spielt sie ihre Rolle, perfekt besetzt, aber überzeugen konnten mich neben ihr glücklicherweise auch Sam Waterston als ihr Ehemann Eugene, Ricky Lake als ihre Tochter Misty und Matthew Lillard als ihr Sohn Chip.

Die Regie von John Waters lässt sich wohl am besten mit dem Wort "eigenwillig" beschreiben, mit vielen verrückten und durchaus innovativen Ideen kreiert er sein Werk, mischt dazu noch einem Hauch bösen Zynismus in die Erzählweise und so ensteht doch ein recht unterhaltsamer Cocktail, auch wenn es für mich einige Längen gab. Die Bilder haben auch immerhin einen schönen 90er Charme. Die Charaktere sind alle herrlich schräg gezeichnet, wunderbar skurril und alles andere als normal. Insgesamt wurden die Lacher und kleinen witzigen Ideen gut über die ganze Laufzeit verteilt. Ein amüsanter, böser und schräger Spaß.

7/10