Mittwoch, 15. Januar 2014

Con Air (Unrated Extended Cut) (1997)

http://www.imdb.com/title/tt0118880/

Eine Gruppe von verurteilten Schwerverbrechern soll in ein neues Hochsicherheitsgefängnis geflogen werden. Mit an Bord des Gefangenentransportflugs ist der ehemalige Armee-Ranger Cameron Poe (Nicolas Cage), der vor acht Jahren einen Mann aus Notwehr erschlug und nun aus der Haft entlassen werden soll. Unter der Führung des kriminellen Genies Cyrus (John Malkovich) bringen die Verbrecher das Flugzeug in ihre Gewalt und planen ihre Flucht ins Ausland. Der mit der Flugsicherheitsüberwachung beauftragte Marschall Vince Larkin (John Cusack) kann gerade noch verhindern, dass das entführte Flugzeug vom Boden aus abgeschossen wird. Sein Ziel ist es, die Unschuldigen an Bord zu retten - und Poe soll ihm dabei helfen.

Das war Nicolas Cage. In dieser Zeit drehte er seine besten Filme. Da war er auf den Höhepunkt. Bekam einen Oscar für ein Säuferdrama ("Leaving Las Vegas") und gleichzeitig schaffte er den Spagat zwischen Kunst und Kohle. Mit diesem Film (neben z.B. "The Rock" oder "Face/Off") etablierte er sich als Actionheld einer ganz anderen Garde wie die, der 80er Jahre. Keine großen Muskelberge, er überzeugte mit Charisma und einer gehörigen Prise Humor. Das machten seine Actionfilme dieser Zeit aus. Nebenbei wurden diese auch noch versiert inszeniert. Nicht seine heutigen Kamellen, die jenseits von Gut und Böse sind. Die Regisseure von damals wussten was sie taten und wurden noch nicht verheizt.

Es war Simon Wets erster Spielfilm, bei dem er Regie führte und der ist insgesamt verdammt gut gelungen. Die Action ist grandios inszeniert. Keine Szene zu viel. Alles genau gesetzt. Was diesen Film aber am meisten von allen hervorstechen lässt sind seine Charaktere. John Malkovich ist als intelligenter Krimineller eine exzellente Besetzung. John Cusack als Mitstreiter von Cage ist sein geistiger Bruder und sein Pendant. Alle, von M.C. Gainey über Ving Rhames zu meinen heimlichen Favoriten Steve Buscemi als geisteskranker Garland Greene, sind vollkommen überzeugend und tragen ihn. Auch wenn es dem Film manchmal an Konsequenz fehlt (so gibtes einige Logiklöcher und Over-The-Top-Szenen), so ist er rasant inszeniert und hat keine einzige Minute Pause. Das tut dem Film gut. Kann man sich immer wieder ansehen.

Der Unrated Extended Cut ist der Kinofassung allerdings vorzuziehen, denn dieser bietet nicht nur ein wenig mehr Gewaltspitzen, sondern auch erwieterte Szenen, die einiges an Filmfehlern oder anderen Ungereimtheiten bereinigen. Eine Übersicht gibt es wie immer heir: schnittberichte.com.

8/10