Donnerstag, 23. Januar 2014

Armageddon - Das jüngste Gericht (1998)

http://www.imdb.com/title/tt0120591/

Nachdem die Erde von mehreren Meteoritenschauern erschüttert wird, kommt Nasa-Chef Dan Truman (Billy Bob Thornton) zu einer erschreckenden Erkenntnis: Das jüngste Gericht steht bevor. Ein Asteroid in der Größe des US-Bundesstaates Texas rast unaufhaltsam auf die Erde zu. Um diesen Super-GAU binnen 18 Tagen zu verhindern soll der Asteroid von innen mit einer Atombombe gesprängt werden. Für diesen Job kommt nur ein Mann in Frage: Harry Stamper (Bruce Willis), Öhlbohrexperte. Harry und seine Tochter (Liv Tyler) werden in die Top Secret Mission eingeweiht. Gemeinsam mit seinem Ölbohrungsteam, bestehend aus A.J. Frost (Ben Affleck), Charles ‘Chick’ Chapple (Will Patton), Rockhound (Steve Buscemi), Oscar Choi (Owen Wilson) und Jayotis ‘Bear’ Kurleenbear (Michael Clarke Duncan) soll Harry Stamper in die Geschichte eingehen.

Ein saftiger Science Fiction-Actioner von Regisseur Michael Bay, der knallbunt, selbstverliebt und atemberaubend in Szene gesetzt wurde. Natürlich sind fast alle Szenen übertrieben und kitschig, aber es ist halt nunmal ein Hollywoodfilm. Diese Filme sind nun mal übertrieben und trotzen jeglicher Physik und Logik - und treffen nicht bei jedem den gleichen Geschmack. Doch eines muss man Michael Bay lassen: seine Filme sind immer sehr straff und spannend in Szene gesetzt. Denn ansonsten bietet einem der Film nach Art des Regisseurs höchst aufwendig gemachte und spektakulär in Szene gesetzte Action- und Zerstörungsszenen. Und das Ganze vor großartiger Kulisse und mit absolut hochkarätiger Besetzung, sowie der ein oder anderen humorvollen Einlage. Für mich also einer der fetzigsten Katastrophenfilme aller Zeiten! Auch wenn man dafür mal ein paar Augen bei den seinen Schwächen zu drücken muss.

"Armageddon" hat auch einige Szenen, die den Film etwas in die Länge ziehen, ohne das jedoch Langeweile aufkommt. Denn trotz der langen Laufzeit von knapp 150 Minuten, fügen sich die ruhigen Szenen harmonisch ein und Michael Bay ist nunmal nicht bekannt für tiefgründige Literaturverfilmungen. Der Mann inszeniert nunmal sinnfreie Filme, die das kleine Auge verwöhnen sollen, auch wenn dabei manche Dialoge etwas unpassend sind. Die Darsteller sind durchweg solide, auch Bruce Willis ist wie immer in routinierter Manier zu sehen. Man sollte hier nicht versuchen zu denken, weil dann macht der Film kein Spaß mehr. Hollywood-"Gehirn-aus"-Blockbuster, mit klasse Effekten und viel (zu viel) Pathos.

7/10