Samstag, 11. Januar 2014

Aftershock (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1780762/

Nach dem schweren Erdbeben in Chile im Jahr 2010 entkommen zahlreiche Insassen eines Gefängnisses, das auf einer abgelegenen Insel liegt, und nun sorgen die Straftäter in den Straßen für Angst und Schrecken. Eine Gruppe von US-Touristen befindet sich gerade in einem Club, als die Erde zittert. Eigentlich wollten Gringo (Eli Roth) und seine Freunde beim Tanzen nur ein paar Mädels kennenlernen. Doch was als spaßige Partynacht geplant war, entpuppt sich als der blanke Horror, denn die Menschen können um einiges furchteinflößender sein als eine Naturkatastrophe, wie in Aftershock bewiesen wird.

Anscheinend durfte Regisseur Nicolás Lópes hier Eli Roth's Marionette spielen, denn einfach alles hier fühlt sich hier wie eine Weltuntergangs-Version von "Hostel" an. Gut, "Aftershock" ist nicht ganz so schlimm, aber dennoch eher als Horror- statt als Katastrophenfilm zu bezeichnen. Zudem braucht er eine Weile, bis es endlich los geht. Die drei unsympathischen Vertreter des männlichen Geschlechts (darunter Roth), gehn in Chile fett feiern als auf einmal die Welt unterzugehen scheint. Gefangene brechen aus, Tsunamis kommen, klingt ja eigentlich ganz nett. Abgesehn von der nervigen Videoclip-Ästhetik ist es das auch. Als die Freunde anfangs noch herauszufinden versuchen, wie sie der Hölle denn jetzt entkommen entpuppt sich "Aftershock" als durchaus unterhaltsam, ein "Final Destination"-Moment folgt dem Nächsten, bis sich dann letztendlich die ausgebrochenen "Strafgefangenen" hinzugesellen. Letztendlich ist "Aftershock" kein absolutes Desaster, dennoch ist das hier auch kein hervorragendes Werk und ist gegen Ende hin leider extrem selbstzerstörerisch. Bis auf einige fiese Momente und ein erfrischendes Szenario hat "Aftershock" wenig zu bieten. Kann man gucken, muss man nicht.

5,5/10