Sonntag, 8. Dezember 2013

The Shining (1980)

http://www.imdb.com/title/tt0081505/

Der Schriftsteller Jack Torrance (Jack Nicholson) erhält ein praktisches Job-Angebot: Als Hausmeister soll er während der für Gäste geschlossenen Winterzeit das Overlook Hotel in den Bergen von Colorado betreuen. Da er gerade an einem neuen Buch schreibt und die Abgeschiedenheit gelegen kommt, zieht er mit seiner Frau Wendy (Shelley Duvall) und dem gemeinsamen Sohn Danny (Danny Lloyd) in das riesige Gebäude. Der Koch Hallorann (Scatman Crothers) erkennt sofort die besondere Fähigkeit von Danny, dieser verfügt nämlich über das Shining, eine hellseherische Fähigkeit. Und diese Fähigkeit zeigt Danny auch bald, dass schlimme Dinge im Overlook Hotel geschehen sind. Dinge, die seinen Vater bald in den Wahnsinn treiben und ihn und seine Mutter in tödliche Gefahr bringen.

Ein genial-grausames Meisterwerk von Stanley Kubrick, basierend auf dem Roman von Stephen King. Dabei ist es aber vor allem der schauspielerischen Leistung von Jack Nicholson zu verdanken, dass dieser Film - obgleich er vom Autor Stephen King persönlich völlig verrissen wurde - so wirkt. Die reine Bösartigkeit, die - ohne Herrn Nicholson zu nahe treten zu wollen - allein schon in seinem Aussehen zum Tragen kommt, wird durch die Situation in der herrlich gruseligen Atmosphäre des Overlook-Hotels noch einmal verschärft. Und wer kennt schon nicht die Szene, in der Jack Torrance (Nicholson) mit einer Axt durch die Holztür des Appartements bricht? Oder wie Jack auf der Suche nach seiner Familie, hinked, in den Händen die Axt, durch das Hotel schlurft?

"All work and no play makes Jack a dull boy."

Aber auch Danny Lloyd, der Sohn, und Shelley Duvall, die Ehefrau/Mutter spielen ihre Rollen mehr als überzeugend. Dabei kommt der Film fast völlig ohne blutige Metzel-Szenen aus, abgesehen von den geisterhaften Erscheinungen und Träumen, die das Hotel regelrecht mit Blut überfluten. Aber es ist das Setting an sich, was diesen Film so eindringlich macht und was sich ins Gedächtnis brennt. Schon von der ersten Minute an. Und genau so - und nicht anders - muss ein Gruselfilm aussehen! Weite Shots, langsame Kamerafahrten, ruhige Szenen - um dann einmal kurz zu schocken. Natürlich entfaltet der Film seine volle Wirkung erst gegen Ende, aber bis dahin erlebt man einen guten, alten Horrortrip, der, wenn man sich darauf einlässt, nachhaltig zurückbleibt. Großartig!

8,5/10