Samstag, 14. Dezember 2013

The Fifth Element - Das fünfte Element (1997)

http://www.imdb.com/title/tt0119116/

Alle 5000 Jahre wird die Welt von etwas unfassbar Bösem heimgesucht. Eine fremde Zivilisation, die sogenannten Mondoshawan, sind die einzigen, die die Waffe gegen das Böse besitzen. Dazu ist ein Ritual nötig, in dem vier Steine, die die vier Elemente symbolisieren, um ein fünftes Element angeordnet werden. Als es im 23. Jahrhundert wieder zu der Apokalypse kommen soll, werden die Mondoshawan von Jean-Baptiste Emanuel Zorg (Gary Oldman) und seinen Söldnern, den Mangalores, abgeschossen. Dem Militär gelingt es gerade so, das fünfte Element zu retten und mit Hilfe einiger Zellen in ihre menschliche Gestalt zu verwandeln: in Leeloo (Milla Jovovich). Durch einen unglücklichen Zufall landet Leeloo in dem Taxi des ehemaligen Offizier Korben Dallas (Bruce Willis), der sie zu Priester Cornelius (Ian Holm) bringt. Gemeinsam liegt es nun an ihnen, die Steine zu finden und die Waffe zu aktivieren und somit die Zukunft der Menschheit zu retten.

Ich kann selbst nicht genau erklären, aus welchem Grund genau ich nun auf diesen schrillen Science-Fiction-Actioner so abfahre, aber Tatsache ist: Es ist mir jedes Mal eine wahre Freude, diese schräge Story von der ersten bis zur letzten Sekunde mit zu verfolgen.

An was genau das liegt? Vielleicht an Milla Jovovich, die kaum bekleidet an den Außenwänden futuristischer Wolkenkratzer entlang balanciert und sich urplötzlich in die Straßenschluchten fallen lässt, die Arme ausgebreitet wie zum Fliegen - ein surrealer und gleichzeitig erschreckender Augenblick, vielleicht ist es der coole und immer taffe Bruce Willis, der hier als leicht herunter gekommener Ex-Soldat und nun Taxifahrer die Welt rettet, möglicherweise ist es auch der eigenartige Score von Eric Serra, welcher diesem ohnehin schon äußerst sonderbarem Werk den perfekten Schliff zur Extravaganz verleiht. Oder ist es der unglaublich witzige Ian Holm als zerstreuter Priester? Wer ganz besonders Spaß macht ist Gary Oldman, an dem ich mich sowieso immer erfreue, ein sehr untypischer Schurke, eigentlich schon fast ein echter Loser, aber die Lacher sind auf seiner Seite, ist es die blaue Alien-Diva, die eine großartige Prügelszene, in welcher Milla Jovovich ein paar böse, hässliche Außerirdische vermöbelt, mit der einzigartigen, zauberhaften Stimme der Diva untermalt?

Der Einzige der mich persönlich wirklich nervt, dem Ganzen aber auch irgendwie noch den letzten Schliff gibt, ist Ruby Rhod, die Figur von Chris Tucker. Selten ist eine Person von mir so zwiespältig aufgenommen worden. Nicht Fisch, nicht Fleisch und gehört trotzdem an die Suppe. Zudem ist das Setting, das Design und die wunderbaren, nostalgischen Spezialeffekte und grotesken Kostüme einfach hervorragend. "Das fünfte Element" zählt für mich zu den unterhaltsamsten, flottesten, witzigsten und charmantesten Filmen aller Zeiten und zu der noch viel selteneren "Kann-ich-mir-immer-wieder-ansehen-ohne-dass-es-öde-wird"-Kategorie.

8/10