Samstag, 28. Dezember 2013

Rise Of The Planet Of The Apes - Planet der Affen: Prevolution (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1318514/

Der junge Wissenschaftler Will Rodman (James Franco) forscht an einem Heilmittel gegen die tückische Alzheimer-Krankheit. Als eine vielversprechende Testreihe an Affen tragisch endet, werden die Versuchstiere getötet und das Projekt eingestellt. Nur das Schimpansenbaby Caesar überlebt und wird von Will gerettet und aufgezogen. Im Laufe der Jahre entwickelt Caesar eine übermenschliche Intelligenz, die auf seine Umwelt jedoch zunehmend bedrohlich wirkt. Als Will gezwungen wird, ihn in einem Affengehege abzugeben, bricht für Caesar eine Welt zusammen. Doch es gelingt ihm, sich und die anderen Affen zu befreien: Der Aufstand beginnt!

"Planet der Affen" sollte eigentlich allgemein bekannt sein. Der Klassiker aus dem Jahre 1968 ist schon so oft zitiert, parodiert und hommagiert worden, dass man eigentlich nicht umhin kann sich zu fragen, warum dies geschah. Charlton Heston spielte damals einen Astronauten, der mitsamt seiner Crew durch einen Unfall auf einem Planeten landet der von Affen beherrscht wird und Menschen die Tiere, bzw. Sklaven der Affen sind.

Nun kam 2011 mit "Rise Of The Planet Of The Apes" der Reboot (man muss sagen, dass es eher ein Prequel ist, denn hier entsteht die Geschichte um den Planeten der Affen tatsächlich erst) in die Kinos und schon der erste Trailer machte einen hervorragenden Eindruck. Dank neuster Tricktechnik und Andy Serkis (bekannt als "Gollum" aus "Der Herr der Ringe") einzigartigem und unvergleichlichem Schauspiel gelang es, dem Affen und eigentlichen Protagnoisten Caesar realistisch Leben einzuhauchen. Aber nicht nur Andy Serkis macht seine Sache gut; auch James Franco passt in seine Rolle wie ein maßgeschneiderter Anzug.

Der Film beginnt eher langsam, die Hauptfiguren stehen im Mittelpunkt und es wird auf die Beziehungen zwischen Will seinem Vater, aber auch mit Caesar eingegangen und das gefiel mir schon mal richtig gut. Zum Ende hin ist dann mit dem Aufstand der Affen viel mehr Action im Spiel, aber hier wird nie zu viel übertrieben (von der eigentlichen Situation mal abgesehen) sondern immer eine gute Dosierung gefunden. Nebenbei sehen die Affen wirklich spitze aus (und so muss das auch sein) und selbst seinen kritischen Unterton (Genforschung, übertriebener und unethischer Ehrgeiz, Fortschritt auf Biegen und Brechen, statt gesunder Menschenverstand) behält der Film über die komplette Laufzeit hin bei.

Die Revolte der Affenwelt gegen den Menschen bereitet dieser Film jedenfalls recht ordentlich vor. Und es ist abermals imposant zu beobachten, dass Affen aus dem Rechner durchaus reale Betroffenheit erzeugen können. Denn das Tierheim, in dem Caesar sich wiederfindet, ist nicht weniger als eine Höllen-Anstalt und ein Muster-Beispiel für das Klischee vom bösen Tierpfleger, der eben nicht pflegt, sondern lieber quält.

So ist hier die Quintessenz des Films in aller Einfachheit enthalten: es ist ein Film gegen die Unterdrückung, gegen die Versklavung von Seiten des Menschen aus. Die Natur schlägt zurück und das unerbittlich. Ebenfalls wird gezeigt, dass neuere Blockbuster keinen enorm hohen Anteil an Action brauchen, sondern auch eine gute Geschichte erzählen können ohne viel Krawall. Klar gibt es auch solche Szenen hier, aber der Film lebt nicht ausschließlich davon. Und das passt. So kann man ohne Umschweife von einem gelungenen Reboot sprechen, den man auch weiterempfehlen kann.

 8/10